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Ludwigsluster Tageblatt

20. November 2017 | 13:07 Uhr

Ludwigslust : Neuer Vorstoß in Sachen Parken

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ludwigslust will die Innenstadt autofreundlicher machen. Zeitlich begrenztes kostenfreies Abstellen auf dem Alexandrinenplatz

von
erstellt am 06.Sep.2016 | 19:23 Uhr

Das Parken in der Stadt rückt wieder in den Mittelpunkt, wenn sich der Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr der Stadtvertretung am Donnerstagabend im Rathaus trifft. Das Gremium wird beraten, ob auf dem Alexandrinenplatz zwei Zeitparkplätze eingerichtet werden sollen. Nach dem Willen der Verwaltung soll der Parkplatz parallel zur Ortsdurchfahrtstraße, begrenzt auf acht Stunden pro Tag, in der Zeit von 8 bis 18 Uhr, ausgewiesen werden. Bisher ist hier das kostenfreie Parken für vier Stunden erlaubt. Das Vorhaben wäre also eine Erweiterung um vier Stunden. Auf der Parkfläche vor der Alexandrinenresidenz, ein paar Meter weiter, soll ein Zeitparkplatz begrenzt auf vier Stunden pro Tag, ebenfalls zwischen 8 und 18 Uhr, ausgewiesen werden. Momentan muss hier fürs Abstellen des Autos noch der Parkscheinautomat gefüttert werden.

Der Vorsitzende des Ausschusses, Uwe Langmaack (AfL), sieht die Entwicklung positiv. „Ich werde diesem Vorhaben der Stadt zustimmen, zumal ich selbst vor einiger Zeit einen ähnlichen Vorschlag gemacht habe. Die Stadt hat einstmals die Parkgebühren erhöht. Den Bürgern muss auch mal etwas zurückgegeben werden. Was ich allerdings nicht verstehen kann: Warum erhöht man nicht die Parkdauer für die Brötchentaste von 15 auf 30 Minuten? Dann wäre den Einzelhändlern in der Stadt auch geholfen“, so Uwe Langmaack. Wichtig ist für ihn auch, dass das Gewicht der Fahrzeuge, die auf dem Alexandrinenplatz parken dürfen, auf 3,5 Tonnen begrenzt wird – wegen des Stadtbildes.

Die Verwaltung sieht ein ganz ernstes Parkproblem in der Stadt. Die Discounter lassen ihre Zeitparkplätze inzwischen überwachen, so dass Dauerparker dort keine Chance haben. Mit dem Verkauf von Flächen hinter der alten Post stehen in absehbarer Zeit keine kostenfreien Parkplätze in Zentrumsnähe zur Verfügung. Gleichzeitig sind die Planungen im Gange, das Garnisonsgelände hinter dem Lindencenter weiter zu bebauen. Das führt zum Wegfall des „wilden“ Parkplatzes auf dem Terrain. Für die Mitarbeiter der Geschäfte in der Innenstadt und im Lindencenter eine fatale Lage. Wo sollen sie parken?

Andrea Danda, die Centermanagerin des Lindencenters, würde die künftige Lösung begrüßen. Es sei ein Anfang, sagt sie. „Ich habe von vielen Mitarbeitern gehört, dass sie durchaus bereit wären, Geld für einen Monatsparkplatz zu bezahlen“, so Andrea Danda. Seit einigen Jahren bereits gibt es die Regelung, dass Mitarbeiter von Geschäften des Lindencenters entsprechend der Größe des Ladens spezielle Parkausweise erhalten. Diese reichen indes nicht aus.

Bürgermeister Reinhard Mach sieht in der nun vorgeschlagenen Lösung auch eine Unterstützung der Einzelhändler im Zentrum. „Mit der Schaffung von Zeitparkplätzen auf dem Alexandrinenplatz bestünde dann ein attraktives Angebot für den Kunden, einen etwas längeren Einkaufsbummel zu unternehmen“, so der Chef der Stadtverwaltung. Die vorgeschlagene Lösung helfe, einen großen Teil der künftig wegfallenden kostenfreien Stellflächen im Zentrumsbereich zu kompensieren. Eine weitere Kompensation ist durch den Caravanstellplatz an der Friedrich-Naumann-Allee bereits eingetreten. Dort hat die Stadt im vergangenen Jahr fast 12 000 Euro eingenommen.

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