grabow : Neuer Tulpenbaum für den Schützenpark

GLB-Geschäftsführer Dirk Prieß (l.) und Bürgermeister Stefan Sternberg schaufeln das Pflanzloch des Tulpenbaums zu.
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GLB-Geschäftsführer Dirk Prieß (l.) und Bürgermeister Stefan Sternberg schaufeln das Pflanzloch des Tulpenbaums zu.

Arbeiten zur Sanierung und Neugestaltung des Schützenparks in Grabow haben begonnen / Rekonstruktion soll im Sommer 2015 abgeschlossen sein

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14. März 2014, 07:00 Uhr

Der neue Tulpenbaum steht fast an der Stelle, wo einst der alte seinen Platz hatte. Dirk Prieß von der Firma Gartenbau und Landschaftsarbeiten (GLB) Grabow und Bürgermeister Stefan Sternberg greifen zur Schaufel, glätten die Erde rund um den Setzling, der rund viereinhalb Meter hoch und zehn Jahre alt ist. Diese Aktion gestern Nachmittag war sozusagen der Auftakt zur umfassenden Neugestaltung des Schützenparks in Grabow.

Wie der Park einmal zu früheren Zeiten ausgesehen hat, zeigt Bürgermeister Stefan Sternberg anhand einer alten Karte aus dem Jahre 1904. Hier sind die Anpflanzungen von 1878 und 1892 festgehalten. „In einem kleinen Heft vom Heimatmuseum ist zudem ein Namensverzeichnis der Bäume, Sträucher und Stauden aufgelistet, die dort in der Schützenhausanlage enthalten sind“, sagt der Verwaltungschef im Gespräch mit der SVZ. Diese Aufzeichnungen stammen aus dem Mai 1883, auf insgesamt 60 Seiten ist dann detailliert die Pflanzenwelt beschrieben worden.

„Wir sind als Stadt jetzt dabei, das zu überarbeiten, die Bestände zu überprüfen, dazu haben wir neben dem Stadtförster auch eine beratende Firma mit hinzugezogen. Vordergründig wollen wir so nahe wie möglich an das alte Konzept herankommen. Wir schauen dabei auch, welche Stauden und Sträucher noch da sind“, ergänzte Stefan Sternberg.

Bei der Rekonstruktion des Parks ist aber Geduld vonnöten, dieser Prozess kann sich über mehrere Jahre erstrecken. Auch wird nicht das ganze Areal neugestaltet, sondern die von den Spaziergängern genutzten Bereiche.

Die Firma GLB unterstützt die Stadt dabei mit ihrer Erfahrung. „Ich fand die Idee, den Schützenpark wiederzuleben, so toll, dass ich dafür einen Tulpenbaum spende. Er wird dort eingepflanzt, wo früher einmal ein Tulpenbaum stand“, sagte der GLB-Geschäftsführer.

Die Sanierung des Parks vollzieht sich in mehreren Stufen. In der ersten Etappe werden an der vorderen Seite des Parkes viele Pappeln, die sich selbst gesät haben, entnommen. Die Kastanienallee wird wieder saniert, in diesem Zuge wird der alte Hauptweg, das ist der Alleeweg, wieder angelegt und mit Wegegrand aufgefüllt. Alte Naturdenkmäler, wie uralte Eichen, erfahren eine Totholzpflege, damit auch die Verkehrssicherheit hergestellt ist. Zudem sollen die alten Sichtachsen des Parks wieder zu erkennen sein.

Das Besondere an der Anlage war, so Dirk Prieß, dass dieser Park eher als ein Botanischer Garten anzusehen ist. Hunderte verschiedene Stauden und Sträucher wurden damals in diesem Schützengarten über einen Zeitraum von 14 Jahren gepflanzt. Nun soll ein Teil wieder neu erblühen.

Die ersten Arbeiten zur Sanierung des Parkareals haben begonnen. Momentan sind die Fachleute dabei, 25 neue Bäume zu pflanzen, dazu gehören Rhododendren, Kastanien, Eichen und Tulpenbäume. Auch neue Bänke werden aufgestellt. „Unser Ziel ist es, dass die Parkanlage in großen Teilen im nächsten Jahr wiederhergestellt ist. Die Arbeiten laufen parallel mit der Sanierung des Schützenhauses, das wir im Sommer 2015 der Öffentlichkeit übergeben wollen“, teilt Stefan Sternberg mit. Zudem kam von der Stadtvertretung der Vorschlag, den Spielplatz im Park weiter auszubauen.

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