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Ludwigsluster Tageblatt

23. November 2017 | 10:41 Uhr

Neuer Durchlass für Seegraben

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bauarbeiten am Kiez in Neustadt-Glewe sollen Anfang Juli beginnen und zur BurgArt im Herbst im Wesentlichen beendet sein

von
erstellt am 15.Mär.2017 | 19:00 Uhr

Das Mauerwerk bröckelt an einigen Stellen, zum Teil wächst schon Moos auf dem Stein und überhaupt ist das ganze Bauwerk ziemlich marode: der Durchlass am Kiez in Neustadt-Glewe. Jetzt soll das Ganze saniert werden. Mit der Planung der Arbeiten ist die ICN Ingenieure GmbH aus Schwerin beauftragt. Deren Geschäftsführerin Tina Pöllich und Ingenieur David Reichert stellten das Projekt auf der jüngsten Sitzung des Neustädter Bauausschusses vor.

Besagter Durchlass ist die Unterführung nahe der Burg, wo der Seegraben unter der Straße Kiez durchfließt und kurz danach in die Elde mündet. David Reichert: „Der Durchlass ist in keinem guten Zustand mehr und muss komplett erneuert werden.“ Baubeginn ist für Anfang Juli geplant.

In dieser Zeit gibt’s da, wo heute noch der Durchlass ist, eine Baugrube, eine Überquerung des Seegrabens ist daher an dieser Stelle während der Bauzeit nicht mehr möglich. Die Baugrube selbst wird durch Spundwände gesichert, das Wasser des Seegrabens per Rohrleitung an der Grube vorbeigeleitet. Der eigentliche Durchlass besteht aus einem Betonrohr, das stromaufwärts in einer Betonfassung liegt, stromabwärts in Widerlager übergeht.

Der neue Durchlass soll als sogenanntes Maulprofil gebaut werden, das heißt, in Form eines Fischmauls. Zum Vergleich: Es gibt unter anderem auch beispielsweise das rechteckige oder das Kreisprofil. David Reichert wies darauf hin, dass das komplette Durchlassbauwerk zurückgebaut werden soll. Dazu gehören auch Seitenmauern und Stirnwände. Alles wird dann neu wiederhergestellt.

Gleiches betrifft die Fahrbahn, die den Durchlass überquert. Deren Oberfläche wird durch eine Einfassung mit Natursteingranitbord erneuert. Auf beiden Seiten angeordnete Mulden erhalten neues unbehauenes Natursteinpflaster. Gehweg und Aufenthaltsfläche werden ebenfalls neu angelegt und mit rotem Klinkerpflaster befestigt.

David Reichert auf der Sitzung des Bauausschusses: „Es gibt noch eine kleine Besonderheit. Dort, wo die Bauarbeiten geplant sind, wurden Fledermäuse und Muscheln gefunden.“ Wie der Ingenieur sagte, werden diese noch vor Baubeginn umgesetzt. Entsprechende Abstimmungen gibt es mit der zuständigen Naturschutzbehörde.

Die Gesamtkosten für Planung und Bau des Vorhabens betragen rund 172  000 Euro, sagte Pierre Eikhoff vom zuständigen Fachdienst Neustadt-Glewes auf SVZ-Anfrage. Das Geld kommt aus Fördermitteln und einem Eigenanteil der Stadt. „Ziel ist es, noch vor der BurgArt am 1. Oktober 2017 mit dem Gros der Bauarbeiten fertig zu sein“, so Ingenieur David Reichert.

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