Ludwigslust : Neuer Chef der Busbetriebe

Stefan Lösel aus Nordwestmecklenburg soll die kreisliche VLP-Gesellschaft künftig allein führen

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24. Dezember 2014, 07:00 Uhr

Unmittelbar vor dem Fest hat der Landkreis die Führungsstruktur bei den kreislichen Busbetrieben VLP neu geordnet. Neuer Chef wird Stefan Lösel, bisher Leiter des Eigenbetriebes Nahverkehr im Landkreis Nordwestmecklenburg. Lösel hat in dieser Woche seinen Arbeitsvertrag bei seinem neuen Arbeitgeber unterschrieben. Das bestätigte gestern Christian Rosenkranz, der Vorsitzendes des Aufsichtsrates der VLP- Busbetriebe.

Mit der Einstellung Lösels nimmt der Kreis auch Abschied von dem bisherigen Prinzip der drei Geschäftsführer. Rosenkranz: „Stefan Lösel soll klar alleiniger Geschäftsführer des Unternehmens werden.“ Geschäftsführer Christian Rader wird Mitte kommenden Jahres aus Altersgründen planmäßig ausscheiden, für seinen Kollegen Andreas Helms (Vertrag bis Ende 2015) wird nach einer neuen Verwendung im Unternehmen gesucht.

Unklar ist bisher noch, wann der neue Geschäftsführer seinen Posten auch tatsächlich antreten kann. Im Landkreis Nordwestmecklenburg ist nach Bekanntwerden der Personalie am Rande der jüngsten Kreistagssitzung ein heftiger Streit entbrannt. Landrätin Kerstin Weiss soll erst über Umwege von dem geplanten Weggang erfahren haben.

Wann Stefan Lösel seine neue Arbeit aufnehmen wird, hängt auch davon ab, wann Nordwestmecklenburg ihn gehen lässt. Der Nordwestkreis müsse ja noch einen geeigneten Nachfolger finden – auch an der Spitze des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft, hieß es dazu vom dortigen Kreis. Denn auch da ist Stefan Lösel der Chef. Spätestens zum 30. Juni soll Lösel seinen neuen Job aufnehmen können. Solange währt seine ordentliche Kündigungsfrist.

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim hofft man hingegen klar darauf, dass der Personalwechsel deutlich schneller vollzogen wird. Christian Rosenkranz weiß in dieser Frage den Landrat Rolf Christiansen hinter sich. „Ich bitte die Gremien im Nordwesten, diesen Wechsel schnellstmöglich zu ermöglichen“, ließ sich Rosenkranz gestern zitieren.

Geplant war das alles mal ganz anders. Nach der Fusion des Reisedienstes Parchim, der Ludwigsluster Verkehrsgesellschaft und eines Teils der SGS Bus & Reisen hatte der Landkreis geglaubt, zunächst mit drei und nach dem Ausscheiden Raders mit zwei Geschäftsführern auszukommen. Spätestens bei der Auseinandersetzung mit Geschäftsführer Andreas Plestinsky (früher mal Landrat in Parchim) eskalierte der Streit und wurde zur Führungskrise. Der Landkreis entließ Plestinsky aus angeblicher Nicht-Loyalität fristlos, der Gefeuerte hatte gerichtliche Schritte angekündigt. Der Streit hatte sich u. a. am Arbeitsvertrag des Geschäftsführers entzündet. Im Zuge dieses Streits wurde dann auch entschieden, zukünftig nur noch auf einen Geschäftsführer in dem Betrieb zu setzen.

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