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Ausgleichspflanzung : Neue Wälder wachsen an der A14

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Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Firma Galafo aus Güstrow übernimmt für die Landesforst MV im Forstamt Grabow Ausgleichspflanzungen im Zuge des Autobahnbaus

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erstellt am 19.Apr.2016 | 19:00 Uhr

Sie kommen alle vier von der Galafo, der Güstrower Garten-, Landschafts- und Forstbaugesellschaft mbH, und sind gegenwärtig auf einer Fläche bei Kremmin im Einsatz. Im Zuge der Ausgleichsmaßnahmen werden hier im Auftrag der Landesforst MV Aufforstungsarbeiten vorgenommen. Martin Schäfer fährt den Traktor, an der Zugmaschine hängt die Pflanzmaschine, dort sitzen Marielena Kallweit und Michael Frenz, dahinter läuft Christoph Faasch, der ein Auge auf die eingepflanzten Lärchen und Buchensetzlinge hat und schaut, ob alles ordnungsgemäß gepflanzt ist. „Die Pflanzmaschine stammt zwar noch aus DDR-Zeiten, läuft aber immer noch gut“, sagt am Rande des Geschehens André Möller. Der junge Mann ist Außendienstleiter der Galafo und hat sein Büro in Vellahn. Von dort aus koordiniert er im Auftrag des Forstamtes Grabow die Maßnahmen für Ausgleichspflanzungen und Waldbau. Auf diesem Feld gegenüber Caravan Wendt werden in einem Abstand von 75 Zentimetern je acht Buchen und dann jeweils eine Lärche in den Boden gebracht, bei einem Reihenabstand von zwei Metern. „Die Kollegen auf der Pflanzmaschine müssen darauf achten, dass die Pflanzen nicht zu tief sind, andererseits dürfen diese aber auch nicht zu sehr aus dem Boden schauen.“

Diese Arbeiten, die an der B 5 noch in den nächsten Tagen weitergehen, sind Bestandteil der landschaftspflegerischen Maßnahmen im Zuge des Baus der A14. Michael Peter vom Forstamt Grabow nennt die Zahlen „Innerhalb dieser Maßnahme werden in der Gemarkung Kremmin auf 15,52 ha Pflanzungen vorgenommen. Stieleiche, Erle, Lärche und Rotbuche kommen in den Boden. Dazu wird ein Hektar Waldrand angelegt“, erläutert der Sachbearbeiter für Hoheit, Liegenschaften und A 14. „Wir haben den Zuschlag erhalten für die Pflanzmaßnahmen bei Kremmin und bei Karstädt, das sind insgesamt 23,5 ha Fläche“, so André Möller. Hier im Bereich Kremmin werden 65  515 Setzlinge in die Erde gebracht. „Dazu kommt noch ein vier Kilometer langer Zaun. Wir sind jetzt in der zweiten Woche dabei, noch gut eine Woche, dann ist die Maßnahme abgeschlossen.“ Auf allen Flächen der Verkehrseinheiten VKE 6 und 7 haben die Mitarbeiter der Galafo rund 110  000 Setzlinge zu pflanzen.

Und die Firma ist auch in den nächsten fünf Jahren auf der gesamten Fläche für die Sicherung der Kulturen zuständig. „Es soll ja ein Wald werden, da ist es allein mit dem Pflanzen nicht getan. Eine vernünftige Waldpflege ist erforderlich, wenn alles gut wachsen soll, da wird auch auf Begleitwuchs geachtet“, so Dr. Holger Voß, der Leiter des Forstamtes Grabow. „Und mindestens einmal im Jahr erfolgt eine Pflegeabnahme, wird der Zustand jeder Fläche dokumentiert, für die ja auch ein Teil an Fördermitteln eingesetzt wurde, vor allem im Bereich der VKE 7“, sagte Antje Lockenvitz, beim Straßenbauamt Schwerin als Hauptauftraggeber der Ausgleichsmaßnahmen für Planung und Bauüberwachung in der Projektgruppe A14 zuständig. Bis Herbst 2016 ist seitens des Straßenbauamtes Schwerin geplant, im VKE 6 auf 60 ha Aufforstungsarbeiten und auf 30 Hektar Waldumbau auszuführen. In der VKE 7 werden 660 Bäume gepflanzt, diese sind als Gewässer begleitende Baumreihen gedacht. Die Waldmantelumpflanzung, also die Waldrandgestaltung, wird auf 30 ha ausgeführt. Ein weiteres Projekt ist die Wiedervernässung des Polders Waldlewitz auf rund 81 ha.

In beiden Verkehrsabschnitten der A14 in unserer Region werden also auf 1203 ha Kompensationsmaßnahmen stattfinden, davon auf 555 ha Aufforstungen und auf 232 ha Waldumbaumaßnahmen realisiert. So viel zum Beitrag des Landes, die durch den Autobahnbau vorgenommenen Einschnitte in die Natur und Umwelt auszugleichen. „Die Kooperation zwischen uns als Straßenbauamt mit der Landesforstanstalt MV und den daran beteiligten Forstämtern Grabow, Jasnitz, Friedrichsmoor und Wredenhagen klappt sehr gut. Vor allem, was die organisatorische Umsetzung der Arbeiten über regionale Firmen betrifft“, lobt Antje Lockenvitz.

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