ludwigslust : Neue Wälder wachsen an der A 14

Im Zuge des Autobahnbaus nimmt Garten-, Landschafts- und Forstbaugesellschaft im Forstamt Ludwigslust Ersatzaufforstungen vor

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13. Februar 2014, 07:00 Uhr

In den Revieren des Forstamtes Ludwigslust sind sie anzutreffen: Männer mit Pflanzlochbohrern, die die Voraussetzungen dafür schaffen, dass im Zuge des A 14-Autobahnbaus Pflanzen für Ersatz- und Erstaufforstungen in den Boden kommen. Auf rund 220 Hektar (ha) Fläche werden in den Revieren des Forstamtes Ludwigslust im Zuge des Autobahnbaus diese Arbeiten vorgenommen. Im Forstamt Friedrichsmoor sind es 70,89 ha, im Forstamt Jasnitz beträgt die Fläche 84 ha und im Forstamt Wredenhagen 12,43 ha. Ein ca. 20 ha großer Abschnitt zwischen Weselsdorf und Warlow war Ende Dezember 2013 fertig geworden. In den letzten Tagen haben Mitarbeiter der im Auftrag des Forstamtes Ludwigslust tätigen Güstrower Garten-, Landschafts- und Forstbaugesellschaft mbH Arbeiten auf Flächen der Forstämter Jasnitz, Kaliß und auch Friedrichsmoor beendet. Im Revier Schlossgarten des Forstamtes Ludwigslust sind Maßnahmen der Waldrandbepflanzung abgeschlossen, in den Boden gebracht wurden Rosen, Sanddorn, Schlehdorn und Hasel. Was die Aufforstung betrifft, sind in diesem Bereich auf einer Fläche von rund 6,3 ha Eichen gepflanzt worden.

„Wir haben für diese Aufgaben Leute angelernt, die aus der Region kommen“, sagt André Möller (28), Bachelor of Science in der Forstwirtschaft und Außendienstleiter Vellahn der Güstrower Garten-, Landschafts- und Forstbaugesellschaft mbH. 1993 wurde diese als Firmenverbundmitglied der Forstbaumschule Güstrow Leist & Co.KG (Galafo) gegründet. Die Spezialität des forstlichen Dienstleistungsunternehmens besteht darin, alle anfallenden Arbeiten in den Bereichen Gartenbau, Landschaftsbau, Forstbau und Agrarholz zuverlässig, kundenorientiert und wirtschaftlich aus einer Hand zu realisieren. Als regionales Unternehmen ist sie ein anerkannter Hauptdienstleister für die Landesforst.

„Wir können uns da auf Unternehmen verlassen, die aus der Region kommen, die Erfahrungen haben und lange im Geschäft sind. Die eine gelungene Symbiose zwischen einer gut dastehenden Forstbaumschule und einem renommierten Dienstleistungen darstellen“, erläuterte Forstamtsleiter Dr. Holger Voß.


Vom Pflanzen und Pflegen bis hin zur gesicherten Kultur


„Da die Pflanzen direkt aus der Baumschule kommen, wissen wir, dass es sich für uns um herkunftsgesicherte Pflanzen und Ausgleichsmaterial handelt. Hier haben wir Qualitätsware aus eigener Hand, die Güstrower Forstbaumschule hat sich darauf spezialisiert und wir schätzen sie als guten Vertragspartner.“

Da der Großteil der Ersatzflächen im Forstamt nicht im Eigentum der Forst, sondern viele in privater und kommunaler Hand liegen, kann die Ludwigsluster Forstverwaltung mit gut zehn Leuten die anfallenden Ersatz- und Aufforstungsaufgaben nicht allein erfüllen. „Es geht ja nicht nur um das Pflanzen allein, da muss auch die Pflege bis hin zu einer gesicherten Kultur bewältigt werden. Das uns unterstützende Dienstleistungsunternehmen ist solange aktiv, bis uns dann der Bestand übergeben werden kann und wir sagen können: Jetzt haben wir Wald“, so Dr. Voß.

All das liegt seit Jahren in Verantwortung der Mitarbeiter der Forstbaumschule Güstrow, die eine Hauptfläche von rund 150 Hektar umfasst. Damit ist sie nach Aussage von André Möller die größte in Norddeutschland und eine der größten im Bundesgebiet. Den Betrieb gab es auch schon zu DDR-Zeiten und er zählt heute mit zu den führenden Baumschulen in Deutschland und bildet mit der Garten-, Landschafts- und Forstbaugesellschaft eine starke Gemeinschaft, die auf hohem Niveau Dienstleistungen für einen nachhaltigen Forstbetrieb anbietet.

Da sich die Galafo den heutigen hohen Qualitätsansprüchen ihrer Kunden stellt, ist das Unternehmen seit 2009 Mitglied in der RAL Gütegemeinschaft Wald- und Landschaftspflege e.V. und darf somit das Gütesiegel erwerben und führen.

Die Güstrower Galafo beschäftigt derzeit 30 Mitarbeiter, davon sind laut Aussage von Außendienstleiter André Möller sieben im Bereich Vellahn beschäftigt. „Von hier aus betreuen wir das südwestliche Mecklenburg und sind dabei, uns auch in Niedersachsen und Brandenburg zu etablieren.“ Die Galafo-Mitarbeiter verantworten eine Fläche von rund 380 ha, übernehmen alle anfallenden Arbeiten an Wiederaufforstung, Pflege bis hin zum Aufbau gesicherter Kulturen.

Im Bereich des Forstamtes Ludwigslust haben die Galafo-Mitarbeiter im Zuge des Autobahnbaus der A 14 rund 60 Hektar Fläche in den vergangenen eineinhalb Jahren aufgeforstet und Waldrandgestaltung ausgeführt. Ihre Einsatzorte waren die Reviere Dadow, Schlossgarten und Klein Laasch.

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