Ludwigslust : Neue „Visitenkarten“ für uralte Steine am Natureum

NGM-Vorsitzender Uwe Jueg (l.), Rotary-Vizepräsidentin Regina Koß und der stellvertretende NGM- Vorsitzende Dr. Wolfgang Zessin betrachten ein „Geschiebe“, vor dem eines der neuen Schilder zu sehen ist. Fotos: andreas münchow
NGM-Vorsitzender Uwe Jueg (l.), Rotary-Vizepräsidentin Regina Koß und der stellvertretende NGM- Vorsitzende Dr. Wolfgang Zessin betrachten ein „Geschiebe“, vor dem eines der neuen Schilder zu sehen ist. Fotos: andreas münchow

Rotary Club Ludwigslust spendete 500 Euro für neue Schilder

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14. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Jetzt ist die einzigartige Sammlung auch winterfest, genauer: deren Beschilderung. Es geht um die Steine-Sammlung am Natureum in Ludwigslust. 33 neue Metalltafeln beschreiben den jeweiligen Stein („Geschiebe“, das während der Eiszeit aus Nord oder Nordost geschoben wurde). Die Schilder geben Auskunft u. a. über die Zusammensetzung, das Alter (bis zu 1,5 Milliarden Jahre) und den Fundort. Die neuen Tafeln konnte der Naturforschende Gesellschaft Mecklenburg e. V. (NGM), der das Natureum ehrenamtlich betreibt, jetzt dank einer Spende des Rotary Clubs Ludwigslust beschaffen.

NGM-Vorsitzender Uwe Jueg: „Die alten Tafeln waren bereits elf Jahre alt und an Holzpflöcken befestigt, die im Boden steckten. Das Holz war marode und so sah das Ganze nicht mehr besonders gut aus, zumal auch einige Schilder nicht mehr so ganz deutlich zu lesen waren.“ Die neuen Tafeln nun können im Gegensatz zu den am Holz befestigten Schildern im Winter, wenn weniger Besucher ins Natureum kommen, aus dem Boden gezogen und vor der Witterung geschützt gelagert werden.

Rotary-Vizepräsidentin Regina Koß: „Wir unterstützen sehr gerne Vorhaben, die sozialen Zwecken dienen und auch interessante Themen zum Inhalt haben. Genau deshalb haben wir der NGM 500 Euro gespendet.“ Dr. Wolfgang Zessin, stellvertretender NGM-Vorsitzender: „Wir haben in Bayern eine Firma gefunden, welche die Tafeln preisgünstig gefertigt hat. Die konnte ich dann aus dem Urlaub mitbringen…“

Nicht nur dank der neuen Schilder war 2017 für die NGM erfolgreich. „Rund 2000 Menschen haben unser Museum besucht, kamen zu Vorträgen oder nahmen an Exkursionen teil. Im Vergleich zu den Vorjahren ein guter Durchschnitt“, freut sich Uwe Jueg.

Dr. Wolfgang Zessin verweist auf die auch 2017 erschienene Mitteilungsbroschüre, die erneut interessante wissenschaftliche Themen zum Inhalt hatte. „Dazu kommen unsere monatlichen Vorträge, die manchmal wiederholt werden müssen, weil beim ersten Mal die Plätze nicht ausgereicht haben“, so Zessin. „Einer der Höhepunkte war natürlich das 3. Karla-Bollow-Natureumsfest.“

2018 sehen Uwe Jueg und Dr. Wolfgang Zessin optimistisch entgegen, auch, weil die NGM konstant um die 70 Mitglieder hat, die engagiert mitarbeiten. „Und immerhin ist unser Natureum mit seinen botanischen, zoologischen und geologischen Sammlungen unter den 18 größeren naturkundlichen Einrichtungen in MV die sechstgrößte“, sagt Uwe Jueg.

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