Ludwigsluster Jugendrat diskutiert : Neue Treffpunkte für Jugendliche

Kahlschlag am Skaterplatz: Um den Ort besser einsehen zu können, wurden alle Sträucher runtergeschnitten.  Fotos: Schulze
1 von 2
Kahlschlag am Skaterplatz: Um den Ort besser einsehen zu können, wurden alle Sträucher runtergeschnitten. Fotos: Schulze

Ludwigsluster Jugendrat berät über weitere Möglichkeiten zusätzlich zum Skaterplatz. Fördermittel für die Einrichtung möglich

von
21. Februar 2018, 05:00 Uhr

Ein Ort für Jugendliche und junge Erwachsene, an dem sie Freunde treffen, ihren Hobbys nachgehen und auch mal Musik hören können – dieser Wunsch wird in Ludwigslust aktuell immer lauter. Da der Skaterplatz im vergangenen Jahr aufgrund von Drogen und Gewalt negative Schlagzeilen machte, setzte es sich der Jugendrat zum Ziel, neue Treffpunkte im Stadtgebiet auszumachen. Die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe wurden nun auf der jüngsten Sitzung des Jugendrates präsentiert.

Die Stühle in dem kleinen Raum im Rathaus reichen nicht aus, so groß ist das Interesse an der Jugendratssitzung. Auf der Tagesordnung stehen u.a. die bisherigen Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Jugendtreffpunkt“, die Planung eines Open-Air-Konzertes oder Sommerfestes auf dem Skaterplatz und die Auswertung der vergangenen Young-Style-Party. „Da geht es eindeutig bergauf, diesmal waren knapp 140 Gäste dort“, berichtet Sean Erber den Mitgliedern und zahlreichen Gästen. Die nächste Party findet am Freitag, 2. März, ab 18 Uhr in der Stadthalle statt.

Zum Thema Jugendtreffpunkte hatten sich einige Mitglieder bereits im Vorfeld der Sitzung Gedanken gemacht. Auf der Liste waren Standorte wie An der Bleiche, der Irrgarten an der Mauerstraße, der Caravanstellplatz und der Rodelberg in Techentin zu lesen. Ziel sei es laut Olaf Schmidt, der Mitarbeiter im Fachbereich Bildung und Soziales der Stadt ist, den Jugendlichen neue Treffpunkte in der Stadt zu ermöglichen und diese eventuell auch umzugestalten. „Denn alle bisher befragten Jugendlichen haben geäußert, dass ihnen zum Beispiel eine Unterstellmöglichkeit bei schlechtem Wetter wichtig wäre. Schließlich will niemand im Regen stehen“, so Schmidt.

Eine Idee sei zum Beispiel, die Grünfläche an der Schule An der Bleiche zum Ludwigsluster Kanal hin zu erweitern, um dort einen Treffpunkt zu installieren. Bürgermeister Reinhard Mach, der ebenfalls an der Sitzung teilnahm, bot auch gleich einen Ansporn für die Projektideen. „Es ist möglich, für so einen Treffpunkt Fördermittel von der Lokalen Aktionsgruppe Leader Südwestmecklenburg zu erhalten.“ Dafür müssen die Jugendlichen schnellstmöglich Projektkonzepte einbringen, welche in der entsprechenden Arbeitsgruppe ausgearbeitet werden sollen.

Doch der Skaterplatz soll keineswegs als Treffpunkt verschwinden. Deshalb wollen die Jugendlichen dort ein Basketballturnier oder Sommerfest veranstalten. „Damit alle Jugendlichen mal miteinander ins Gespräch kommen können und man so die Situation auch deeskalieren kann“, so Vorstandsmitglied Willem Smakman. Bei der Planung möchte der Jugendrat auch das Zebef, die Städte Grabow und Neustadt-Glewe sowie den Kreissportbund mit einbeziehen, um möglichst viele Jugendliche zu erreichen und eine gelungene Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

Auch in diesem Jahr planen die Jugendlichen wieder Veranstaltungen zur Landrats- und Bürgermeisterwahl, damit sie Fragen an die Kandidaten stellen und ihre eigenen Interessen vertreten können. Die vorgeschlagenen Bürgermeisterkandidaten Jana Klewe (SPD) und Heiko Böhringer (AfL), die ebenfalls an der Sitzung teilnahmen, sowie Bürgermeister Reinhard Mach bekundeten spontan ihr Interesse an einer solchen Veranstaltung.

Weitere Themen auf der Tagesordnung waren u.a. die Planung einer „Tanz in den Mai“-Veranstaltung sowie die Gestaltung einer eigenen Internetseite. Einige Mitglieder nutzten die Sitzung außerdem, um ihre neuen T-Shirts und Pullover mit dem „JuLu“-Logo zu präsentieren. „Wieder mal eine interessante und produktive Sitzung“, so Willem Smakman.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen