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Ludwigslust A14 : Neue Trasse im Fokus des Ministers

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Christian Pegel informierte sich gestern Nachmittag im Rahmen seines zweiten Thementages Straßenbau über Baufortschritt der A14

svz.de von
erstellt am 22.Jul.2015 | 21:00 Uhr

Staubwolken wurden aufgewirbelt, als der Kleinbus über die Baustraßen entlang der A14 im Abschnitt zwischen Neustadt-Glewe und Wöbbelin fuhr. „Die gesamte Autobahn der Verkehrseinheit 7 ist 16,2 Kilometer lang. 28 Meter beträgt die Kronenbreite, die Fahrbahnbreite liegt bei 11,5 Meter, für beide Fahrtrichtungen also 23 Meter. 400  000 Quadratmeter Fahrbahnbefestigungen stehen zu Buche. Rund fünf Kilometer umfasst die Asphaltdecke und 12,5 Kilometer sind Beton“ wendet sich Thomas Taschenbrecker, der Leiter des Straßenbauamtes Schwerin an Infrastrukturminister Christian Pegel. Dieser hatte sich gestern im Rahmen seines zweiten Thementages Straßenbau über den Baufortschritt des bedeutendsten Verkehrsvorhabens in MV informiert. „Beton war kostengünstiger für die neue Trasse. Asphalt war eine Auflage aus der Planfeststellung und zwar aus artenschutzrechtlichen Gründen so gefordert. Weil Asphalt lärmreduzierend ist und so dem Schutz der Tiere und Amphibien gerecht wird“, erläuterte Bernd Kanscheit, Projektsteuerer für den Bau der A14 beim Straßenbauamt. Der Minister hört aufmerksam zu, fragt nach, lässt sich von den Experten Details zur Bauausführung erklären. Begriffe wie Waschbeton, Versickerungsgräben, Abläufe, Gußasphalt fallen. 2,3 Millionen Kubikmeter Boden mussten aufgetragen werden, davon mussten zwei Millionen herangefahren werden. „Eine beeindruckende logistische Leistung der Firma Bickhardt Bau aus Thüringen“, war von Baudirektor Stefan Anker, dem Projektleiter des Straßenbauamtes für die A14, zu hören. „Vom Volumen her haben wir hier soviel Material verbaut, wie bei der Cheops-Pyramide im alten Ägypten Verwendung fand.“


Vom Kleintiertunnel bis zur Wildbrücke


Thomas Taschenbrecker geht während der Fahrt über den neuen Autobahnabschnitt im Bereich des neuen A14-Kreuzes auch auf die naturschutzrechtlichen Belange und Anforderungen beim A14-Bau ein, erläutert die Notwendigleit von Kleintiertunnel, Wildbrücke und Schutzwände für Vogelarten im Vogelschutzgebiet Lewitz.

Die Firma Bickhardt Bau hat in ihrem Abschnitt alle Arbeiten erledigt. Das mobile Betonmischwerk im Bereich Hohes Feld bei Neustadt-Glewe und das Asphaltmischwerk zwischen dem ersten und zweiten Kreisverkehr in Richtung Grabow ist ebenfalls fast wieder vom Erdboden verschwunden.

„Das Autobahnkreuz A14 mit vier Brücken ist das Herzstück des nördlichsten Teils der neuen Trasse. Die Gesamtkosten liegen bei rund 28 Millionen Euro. Mit den Arbeiten an VKE 7, deren Kosten sich derzeit auf 153 Millionen Euro belaufen, liegen wir voll im Plan. Bisher hat alles reibungslos funktioniert“, so Thomas Taschenbrecker.

Im Herbst dieses Jahres wird an der Anschlussstelle Wöbbelin die neue Brücke gebaut. Der Radweg dafür ist ja bereits fertig gestellt worden. Mit der baulichen Umsetzung der VKE 7 ist Ende 2012 begonnen worden. Die Verkehrsfreigabe soll zum Ende des Jahres 2015 erfolgen.

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