Ludwigslust : Neue Straßen, sparsames Licht

Die Straße im Bereich der westlichen Schlossfreiheit verwandelt sich bei Regenwetter regelmäßig in eine Seenlandschaft. Und auch sonst ist sie nur etwas für hartgesottene Autofahrer.
Die Straße im Bereich der westlichen Schlossfreiheit verwandelt sich bei Regenwetter regelmäßig in eine Seenlandschaft. Und auch sonst ist sie nur etwas für hartgesottene Autofahrer.

Stadt möchte in westlicher Schlossfreiheit bauen und Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED fortsetzen – wenn Fördermittel fließen

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13. Januar 2016, 17:01 Uhr

Das neue Wohngebiet im Garnisonsviertel ist eines der größten Investitionsvorhaben der Stadt Ludwigslust in diesem Jahr. Rund 800 000 Euro seien dafür in den Haushaltsplan eingestellt worden, informierte Bürgermeister Reinhard Mach. Das Geld wird benötigt, um zum Beispiel die Erschließung auf den Weg bringen zu können und um das Areal an der Helene-von-Bülow-Straße von eventuell vorhandenen Kampfmitteln zu beräumen. Die Notwendigkeit der Munitionssuche hatte sich für die Stadt unerwartet ergeben, weil es über in der Vergangenheit gelaufene Untersuchungen keinerlei Dokumentation gibt. Im neuen Wohngebiet sollen etwa 40 Eigenheime entstehen, erste Interessenten gibt es bereits.

Zwei weitere Wohngebiete sollen in diesem Jahr vollendet werden, was den öffentlichen Bereich betrifft. „Nachdem am Georgenhof und im Wohngebiet am Friedhofsweg fast alle Häuser stehen, wollen wir die Straßen bauen und damit die Erschließung abschließen“, erklärte Reinhard Mach. Insgesamt rund 300 000 Euro sind für diese Vorhaben vorgesehen.

Weitere Mittel hat die Stadt für den Ausbau der  Straße im Bereich der westlichen Schlossfreiheit eingeplant – rund 500 000 Euro. Bislang gibt es dort nur einen holprigen Sandweg, der sich bei Regenwetter in eine Seenlandschaft verwandelt. „Dieses Vorhaben können wir aber nur realisieren, wenn wir Fördermittel erhalten“, betonte Reinhard Mach. Die Förderung sei beim Wirtschaftsministerium bereits beantragt worden.  Trotz unmittelbarer Nähe zu Schloss, Schlosspark und Ludwigsluster Altstadt kann dieses Bauprojekt nicht über die besonders geförderte Stadtsanierung laufen, weil die westliche Schlossfreiheit nach Angaben des Bürgermeisters nicht mehr im Sanierungsgebiet liegt.

In die Stadtsanierung steckt die Stadt in diesem Jahr rund 470 000 Euro an Eigenmitteln. Größtes Vorhaben ist die Erneuerung von Straßen, Wegen und Flächen Am Bassin. Sobald die Fördermittel da sind, soll mit den Arbeiten, für die zwei Jahre vorgesehen sind, begonnen werden. Außerdem gibt es eine Reihe privater Maßnahmen.

Fortgesetzt werden soll 2016 der im vergangenen Jahr begonnene Austausch alter Straßenlampen aus DDR-Zeit gegen moderne LED-Beleuchtungsanlagen. Rund 150 000 Euro sind im Haushalt dafür eingeplant. Aber auch dort gilt: Weitere Bauabschnitte können nur angepackt werden, wenn die beantragten Fördermittel bewilligt werden.

Weitere avisierte Projekte sind der Bau eines Wirtschaftsweges – des Weideweges –  im Bereich Niendorf-Weselsdorf über das Bodenordnungsverfahren (rund 280 000 Euro), der Ausbau Fritz-Reuter-Straße (rund 110 000 Euro) und die Sanierung des Wirtschaftstraktes in der Kita Parkviertel. Zudem werden die Erschließung des Industriegebietes Stüdekoppel und der Bau des P&R-Parkplatzes am Bahnhof fortgesetzt.

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