Warlow : Neue Straße aus alten Feldsteinen

Theresa, Lena und Eric schnitten gemeinsam mit Landwirtschaftsminister Till Backhaus, Bürgermeister Rainer Zimmermann, Detlef Müller, Günter Hennings von der Baufirma LKT, Planer Harald Klöhn und Landrat Rolf Christiansen das Eröffnungsband durch.
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Theresa, Lena und Eric schnitten gemeinsam mit Landwirtschaftsminister Till Backhaus, Bürgermeister Rainer Zimmermann, Detlef Müller, Günter Hennings von der Baufirma LKT, Planer Harald Klöhn und Landrat Rolf Christiansen das Eröffnungsband durch.

Warlower Bürgermeister nutzt Einweihung in der Lindenallee, um Fördermittelgebern für jahrelange Unterstützung zu danken

svz.de von
09. November 2014, 20:00 Uhr

Auch zu den letzten Häusern der Lindenallee kommt man nun auf einer festen Fahrbahn. Die letzten 100 Meter der Straße – bislang unbefestigt – sind über das Bodenordnungsverfahren gepflastert worden. Die Feldsteine dafür hatte die Gemeinde schon seit Jahren aufbewahrt. Sie stammten unter anderem aus der alten Kreisstraße zwischen Warlow und der B 5 sowie aus Göhlen. Jetzt konnten sie dank der Förderung durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Westmecklenburg endlich verlegt werden.

Zur offiziellen Freigabe des neuen Straßenabschnitts waren nicht nur viele Dorfbewohner, der Feuerwehrchef und Mädchen und Jungen der örtlichen Kindertagesstätte gekommen, sondern auch reichlich Polit-Prominenz: Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, Landrat Rolf Christiansen, Landtagsabgeordneter Detlef Müller (alle SPD). Großer Bahnhof für 100 Meter Straße. Aber das hatte seinen Grund. „Unsere Gemeinde konnte über die Dorferneuerung, das Bodenordnungsverfahren und das Programm ,Leader’ seit 2003 rund 1,3 Millionen Euro investieren. Rund die Hälfte der Kosten wurde über Fördermittel gedeckt“, betonte Bürgermeister Rainer Zimmermann. „Deshalb wollten wir denen, die uns dabei unterstützt haben, mal ausdrücklich danken.“

Sanierung des multifunktionalen Zentrums „Alte Schule“ und des Gebäudes der Kindertagesstätte, Trauerhalle, Braunscher Weg und Dorfplatz – alles Maßnahmen, die die Attraktivität des Dorfes erhöht haben. „Warlow hat in den vergangenen Jahren eine sehr gute Entwicklung genommen und viel investiert“, lobte Rolf Christiansen. Und Till Backhaus ergänzte: „Es zeichnet Warlow aus, dass es für die Straßen Pflastersteine nutzt. An jedem Stein hängt ein Stück Tradition von Mecklenburg-Vorpommern.“

Dass auch viele Bürger gekommen waren, um beim Durchschneiden des rot-weißen Flatterbandes dabei zu sein, beweist die Akzeptanz bei den Dorfbewohnern. „Dass die Straße jetzt befestigt ist, ist sehr gut für die Fahrzeuge“, sagte Ute Falk, die am Ende der Lindenallee wohnt. „Schön ist, dass hinten ein Wendehammer gebaut wurde, so dass große Fahrzeuge gut drehen können.“ Allerdings müssen auch die Anlieger für den Bau der drei Meter breiten Kopfsteinpflasterstraße zahlen – insgesamt werden rund 20 000 Euro als Anliegerbeiträge auf sie umgelegt. Aus dem Gemeindehaushalt fließen rund 21 000 Euro in die Baumaßnahme, die restlichen 77 000 Euro kommen als Fördermittel vom StALU Westmecklenburg.


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