Prislich : Neue Spielgeräte trotz knapper Gemeindekasse

Der Blick in den Haushaltsplan macht Edeltraud Nürnberg in diesem Jahr keine Freude.
Der Blick in den Haushaltsplan macht Edeltraud Nürnberg in diesem Jahr keine Freude.

Prislich konnte Haushalt 2015 nicht ausgleichen / Gemeinde will Augenmerk auf die Jugend legen

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01. März 2015, 18:45 Uhr

Der Blick in den Haushaltsplan macht Edeltraud Nürnberg in diesem Jahr nicht sonderlich Spaß. „Uns ist es nicht gelungen, den Haushalt auszugleichen“, sagt die Prislicher Bürgermeisterin. Dabei hatte sie gemeinsam mit den Gemeindevertretern schon den Rotstift angesetzt – „überall ein bisschen“. Doch das reichte nicht, um geringere Einnahmen und höhere Ausgaben aufzufangen. „Wir konnten nur das Minus auf ein halbwegs erträgliches Maß bringen“, so die Bürgermeisterin.

Vor allem die Kreis- und die Amtsumlage machen der Gemeinde zu schaffen. Obwohl deren Prozentsätze nicht erhöht worden waren, muss Prislich in diesem Jahr rund 30 000 Euro mehr an den Kreis abführen und knapp 17 000 Euro mehr an das Amt. Zusammen mit den Einbußen bei der Gewerbesteuer macht das rund 80 000 Euro weniger in der Gemeindekasse. „Von unseren 37 Gewerbetreibenden zahlen 26 keine Gewerbesteuer“, erklärt Edeltraud Nürnberg.

Große Sprünge können die Prislicher in diesem Jahr also nicht machen. Aber zumindest für den Nachwuchs will die Gemeinde Geld in die Hand nehmen. „Die Spielplätze in den drei Ortsteilen sollen überarbeitet und an die Bedürfnisse der Kinder von heute angepasst werden“, erklärt Edeltraud Nürnberg. Bei der Frage, welche Geräte aufgestellt werden sollen, dürfen die Eltern ein gewichtiges Wort mitreden. In Neese und Prislich haben sich dafür bereits Elterngruppen gebildet, in Werle ist die Bürgermeisterin noch auf der Suche nach Mitstreitern. Da die 9000 Euro, die die Gemeinde für die Spielplätze in den Haushalt eingestellt hat, bei Weitem nicht reichen werden, will die Bürgermeisterin auf Sponsorensuche gehen.

Für Edeltraud Nürnberg sind die Spielplätze ein wichtiges Projekt. „Wir wollen unser Augenmerk auf die Jugend legen, dafür sorgen, dass sie bei uns gute Bedingungen vorfindet, damit der eine oder andere doch bleibt“, betont die Bürgermeisterin. Es gebe Bauplätze in Lücken, eine gute Infrastruktur mit Gaststätte, Schlachter, Kindergarten und Pflegeheim sowie eine gute Anbindung nach Grabow, wirbt sie um junge Familien. Und tatsächlich gibt es davon inzwischen einige in den Dörfern. „In unserer Gemeinde leben derzeit 31 Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren, sehr viele davon sind etwa ein Jahr alt.“ Nichtsdestotrotz hat auch die Gemeinde Prislich in den vergangenen Jahren rund 100 Einwohner verloren. Derzeit sind es rund 700 in drei Ortsteilen.

Die Regenentwässerung im Hühnerländer Weg in Werle und LED-Lampen für Neese sind weitere Vorhaben für dieses Jahr. Die Fördermittel für die moderne Straßenbeleuchtung hat die Gemeinde nach Auskunft der Bürgermeisterin bereits beantragt.

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