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Ludwigsluster Tageblatt

24. November 2017 | 21:44 Uhr

Dömitz : Neue Schau bringt Licht ins Dunkle

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Biosphärenreservat eröffnet im April Umweltausstellung „Im Grunde“ in den Kasematten der Bastion Greif auf Dömitzer Festung

von
erstellt am 22.Jan.2015 | 07:00 Uhr

Damals zog durch sie der Rauch der Kanonensalven nach draußen - heute dienen die Pulverdampfschächte auf der Festung als einzige Lichtquelle für die Bastion Greif. Schon Ende April will das Biosphärenreservat hier unten im Gewölbe unter den Türmen die Dauerausstellung „Im Grunde“ eröffnen. Seit knapp einem Jahr wird in den Kasematten dafür gearbeitet. „Keine leichte Aufgabe“, sagt Dirk Foitlänger vom Biosphärenreservat. „Denn hier ist es dunkel, feucht und kühl.“ Mit der Agentur „Impuls-Design“ habe man aber einen Partner gefunden, der das Projekt sehr kreativ und innovativ angehe.

Die Agentur, die unter anderem die Ausstellungskonzepte für das Archezentrum in Neuhaus oder das Erlebniszentrum „Naturgewalten“ auf Sylt entwickelt hat, plant in Dömitz eine Schau mit vielen Lichtinstallationen und Touchscreens. „Das wird kein Museum der historischen Art, sondern ein multimediales Erlebnis“, sagt Anke Hollerbach, Dezernatsleiterin im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern. In sechs Themenräumen „Fluss“, „Grundwasser“, „Sand“, „Lehm“, „Bergbau“ und „Lebensweise des Bodens“ sollen die Besucher nicht nur über den Landschaftsraum Elbe informiert werden. Sie sollen vieles selbst entdecken und dabei Zusammenhänge erkennen“, sagt Hollerbach. So werde es zum Beispiel 3-D-Wackelbilder geben, auf denen man je nach Perspektive die historisch unterschiedlichen Flussläufe der Elbe erkennen kann. Außerdem kann sich der Besucher an multimedialen Würfeln mit iPads über verschiedene Ebenen Zugang zu den Informationen verschaffen. Besucher könnten ihrem eigenen Verhalten „auf den Grund“ gehen und damit ihren Beitrag zur Landschaftsgestaltung und -veränderung kritisch hinterfragen.

Spannend wird die Ausstellung auch für die Kinder. Sie können die Schau mit Helmen und Schwarzlichtstirnlampen auf ihre ganz eigene Art erleben. Im Schwarzlicht entdecken sie eine Welt in fluoreszierenden Leuchtfarben, die den Erwachsenen verborgen bleibt. Dabei klettern sie durch dunkle Tunnel, suchen Bodenschätze in Schatztruhen oder bauen mit Lehmbausteinen.

„Im Grunde“ wird gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit 355  000 Euro. Ohne diese Hilfe wäre das Projekt gar nicht möglich gewesen, so Foitlänger.

In etwa einem Monat soll mit dem Aufbau der Ausstellung begonnen werden. Der ursprüngliche Zeitplan hatte sich verschoben, weil an der Gewölbedecke Risse im Mauerwerk entdeckt worden waren. Die müssen jetzt aufwendig mit Stahlbetongurtplatten gesichert werden.



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