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Neue Ordnung für den Schlosspark in Kraft getreten

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erstellt am 28.Jul.2011 | 05:01 Uhr

ludwigslust | Die Schilder mit der neuen Parkordnung des Ludwigsluster Schlossparks sind fertig. Gestern waren Michael Jung vom Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) des Landes sowie FSJler Lars Ehlert an den rund 15 Eingängen des Schlossparks damit beschäftigt, die neuen Hinweisschilder anzubringen. In der kommenden Woche folgen noch die Schilder, die an den Wegen stehen werden, auf denen das Radfahren nicht erlaubt ist - im Blumengarten, auf dem Johannisdamm und den Wällen beidseitig des Kanals zwischen Steinerner Brücke und den 24 Wassersprüngen.

Bereits am 7. Juni war die überarbeitete Parkordnung dem Bauausschuss der Stadt sowie der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Sie sei nun außerdem gedruckt und nach Ludwigslust ausgeliefert worden, sagte Ulrich Kache von der Verwaltung Schlösser und Gärten des Landes. Damit sei die neue Parkordnung gestern in Kraft getreten, so Kache weiter.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Detlef Müller, der auch am 4. September wieder für das Landesparlament kandidiert, begrüßt, dass die Diskussion um die ursprüngliche Parkordnung, die bereits vor einem Jahr für einen Sturm der Entrüstung unter Ludwigslustern gesorgt hatte - das Radfahren im Schlosspark sollte generell verboten werden - nun zu einem für beide Seiten zufrieden stellenden Ende gekommen ist. Er hatte sich in besonderer Weise dafür engagiert. In der neuen Parkordnung ist das Radfahrverbot wesentlich gelockert und wird nur auf den sensibelsten Teil des Landschaftsensembles beschränkt.

Schlosspark soll nicht zum Campingplatz mutieren

Das Land hat zum Schutz der Natur, zur Bewahrung des Gartendenkmals und um die Schönheit des Parks zu erhalten, auf den Schildern mit der neuen Parkordnung einige Bitten an die Nutzer des Parks formuliert: Reiten, Kutschfahrten, Inlineskates und Skateboard fahren sollte unterbleiben. Außerdem soll das Denkmal nicht zum Campingplatz mutieren. Zelte aufzustellen, zu grillen oder gar Feuer zu entzünden, zu baden, zu angeln oder Boot zu fahren, ist deshalb ebenfalls passé. Zugefrorene Wasserflächen zu betreten, auf Bauwerke, Denkmale oder Bäume zu klettern, diese sowie die Vegetation zu zerstören, zu verunreinigen oder zu beeinträchtigen, sind weitere, jedem einleuchtende Verbote, die die neue Ordnung vorschreibt - genauso wie Grünschnitt und Abfälle jeglicher Art im Park zu entsorgen.

Der Schlosspark ist eines der bedeutendsten Denkmale der Gartenkunst des 18. und 19. Jahrhunderts in Deutschland.

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