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Ludwigsluster Tageblatt

12. Dezember 2017 | 17:13 Uhr

Dömitz : Neue Halle, neue Aufgaben

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bremi Fahrzeugelektrik GmbH investiert drei Millionen in Produktion / Mehr Aufträge aus der Eisenbahnindustrie

svz.de von
erstellt am 26.Sep.2014 | 09:29 Uhr

„Kein Minister hier? Das ist ärgerlich“, sagt Erich Aichele, der Senior-Inhaber der Bremi Fahrzeugelektrik. „Wenigstens einen Staatssekretär hätten sie aus Schwerin schicken können.“ Den Landespolitikern hätte Erich Aichele gestern gern erzählt, wie wohl er sich gerade in den letzten sechs Monaten in Dömitz gefühlt habe. Nirgendwo in Deutschland habe er bisher so unkompliziert mit Behörden gearbeitet. „Kaum zu glauben“, sagt er. „Wir saßen hier mit allen Entscheidungsträgern an einem Tisch und nur fünf Wochen später hatten wir die Baugenehmigung.“ Das war im Februar. Damals wuchs auf dem Gelände neben der alten Betriebshalle noch der Rasen. Nur ein halbes Jahr später schneidet Aichele an dieser Stelle das rote Band vor dem Tor zur neuen Halle durch.

Drei Millionen investierte das Unternehmen in das zweistöckige Gebäude, in dem oben auch ein moderner Verwaltungstrakt untergebracht ist. Die Produktion unten in den Fertigungslinien läuft bereits seit einer Woche. Pamela Stolzmann hat hier ihren neuen Arbeitsplatz. Zwanzig Jahre ist sie jetzt dabei. „Es gab Höhen und Tiefen“, erzählt sie. „Vor zehn Jahren war die Unsicherheit am größten. Da wussten wir drei, vier Tage nicht, ob und wie es weitergeht. Dann hat Aichele Bremi übernommen und seitdem läuft’s wieder.“

Mit der neuen Halle habe das Unternehmen ganz neue Möglichkeiten, sagt der Werkleiter Karl-Heinz Tief. So werde hier demnächst eine Fertigungslinie für Kabelbäume und Schaltstränge aufgemacht. Das Unternehmen, das die Autoindustrie vorrangig mit Zündungsteilen beliefert, werde in Zukunft auch Kupplungsteile für Eisenbahnen produzieren. Über diese Kupplungen könne die Medienversorgung zwischen den Waggons abgesichert werden. Und das sei erst der Anfang, so Tief. „Wir haben jetzt eine gute Basis für viele neue Produkte.“

Aichele, der mit 71 Jahren die Geschäfte an seine Tochter weitergegeben hat, steht mit einem guten Gefühl in der neuen Halle. Entscheidungen wie diese fällt er aus dem Bauch heraus. „Man könnte, man sollte, man müsste – dafür ist bei mir wenig Platz“, sagt er. „Machen, machen, machen ist angesagt.“ Die Geschichte von Bremi gibt ihm Recht: Als er das Werk vor zehn Jahren übernahm, arbeiteten hier 125 Mitarbeiter. Heute sind es 160. Der Umsatz von damals hat sich auf 24 Millionen Euro fast verdoppelt.

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