neustadt-glewe : Neue Farben für Gotteshaus

Pastorin Silke Draeger zeigt einige Schadstellen an der Kirchenwand.
Pastorin Silke Draeger zeigt einige Schadstellen an der Kirchenwand.

Risse in Tonnengewölbe und Wänden: Evangelische Stadtkirche in Neustadt-Glewe wird ab Januar umfassend saniert

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18. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Gebaut wurde in der Kirche zu Neustadt-Glewe bereits in den vergangenen Jahren: Mit der Schwammsanierung erhielt das Gotteshaus auch ein neues Dach.

Jetzt soll bald auch das Innere in neuem Glanz erstrahlen. Die evangelische Stadtkirche gehört ab Januar nämlich den Handwerkern. Die vorgesehenen Arbeiten betreffen das Tonnengewölbe, die Wände und Fenster. Pastorin Silke Draeger erläutert die Baumaßnahmen: „Speziell in der Decke gibt es Risse und losen Putz. Durch die vorherigen Sanierungsarbeiten auf dem Dach war dort natürlich viel in Bewegung. So sind die Risse in der Decke größer und wohl auch mehr geworden.“

Gleiches trifft auf die Wände zu. Wie Silke Draeger sagt, soll nun loser Putz entfernt, die Schäden beseitigt und anschließend alles gemalert werden. „Das Tonnengewölbe wird weiß und die Wände erhalten einen gelblich getönten Anstrich. Das wird bestimmt toll aussehen“, freut sich die Pastorin schon jetzt.

Doch das wird noch längst nicht alles sein. Für die Fenster sollen Schwitzwasserinnen entstehen. „Das Schwitzwasser entsteht durch hohe Luftfeuchtigkeit und läuft im Inneren der Kirche über die Fenster und Wände herunter. Speziell an den Wänden hinterlässt das Wasser seine Spuren. Durch die neuen Rinnen wird es aufgefangen und über Kanülen nach außen geleitet“, erklärt Silke Draeger.

Ein neues Lichtkonzept soll für bessere Beleuchtung sorgen und Strom einsparen. Statt der beiden Radleuchter mit jeweils 16 Birnen werden Halogenlampen installiert, die für angenehmes Licht sorgen. Vorgesehen ist ferner, dass die Orgel angestrahlt wird.

Die geplanten Sanierungsarbeiten kosten rund 156 000 Euro. Die Hälfte davon kommt aus Bundesfördermitteln. Drei Stiftungen stellen weitere Mittel zur Verfügung: die Rudolf-Dankwardt-Stiftung (15 000 Euro), die Doornkaat-Stiftung (9000 Euro) und die Peter-Dornier-Stiftung (2000 Euro).

Auch der Kirchenkreis Mecklenburg stellt Gelder in Höhe von 15 000 Euro bereit. Da die Kirchengemeinde einen Eigenanteil erbringen muss, freut sich Silke Draeger auch über Spenden. „Ibu Neustadt-Glewe spendet für die Sanierung 10 000 Euro, die Dockweiler AG 5000 Euro.“ Wie die Pastorin sagt, gibt es viele weitere Spender, darunter auch Besucher des Gotteshauses.

Die Arbeiten sollen bis Sommer 2018 abgeschlossen sein. Die Ausschreibung ist beendet, die Angebote werden derzeit ausgewertet. Pastorin Draeger freut sich, dass für die geplanten Arbeiten erneut bewährte Partner zur Verfügung stehen, die man schon kennt. „Architektin Christine Johannsen vom Hamburger Büro Johannsen und Partner hat uns bereits bei der Schwammsanierung und auch beim Konzept zur Umgestaltung des Gemeinderaums begleitet. Erneut steht uns auch Bauleiter Andreas Nerge zur Seite“, so Silke Draeger.

Die Kirche übrigens wird während der Bauarbeiten für Gottesdienste und andere Veranstaltungen, die dann im Gemeinderaum stattfinden, geöffnet sein. Silke Draeger: „Sogar eine Trauung wird es geben. Das Paar hat ausdrücklich gebeten, mit Blick auf die Baustelle im Gemeinderaum getraut zu werden. Beide kommen nämlich vom Bau.“

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