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Ludwigsluster Tageblatt

24. Oktober 2017 | 13:40 Uhr

Malliss : Neue Dorfmitte: Sie ist die erste

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Malliß wünscht sich Medizinisches Zentrum an der B191: Im September öffnet Physiotherapie-Praxis

svz.de von
erstellt am 03.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Vier Wochen noch – dann steht der Bürgermeister Volker Sielaff hier persönlich vor der Tür. Mit einem großen Blumenstrauß und ganz vielen guten Wünschen für Jennifer Lüdtke-Scheper. Die 30-Jährige ist die erste, die in den leer stehenden Backsteinbau in der Mallisser Dorfmitte einzieht. Im September wird sie hier eine Physiotherapiepraxis eröffnen. Noch gibt es viel zu tun. Zwischenwände müssen hochgezogen werden, Türen werden eingebaut, Elektroleitungen verlegt und Fußböden erneuert. Die junge Mutter aus Niendorf an der Rögnitz freut sich auf ihre Selbstständigkeit. Zuvor war sie neun Jahre in einer Praxis in Eldena angestellt. In ihrer eigenen Praxis in Malliß wird es nicht nur zwei Behandlungsräume geben, sondern auch einen Sportraum für therapeutische Gruppenübungen.

Bürgermeister Volker Sielaff macht die Praxiseröffnung Hoffnung auf mehr Leben in Malliß’ Dorfmitte. Seit sechs Jahren steht ein Großteil der Räume in dem Gebäude bei der Ampelkreuzung an der B 191 leer. Die Häuserreihe war Anfang der 1990er Jahre gebaut worden. „Das war unsere kleine Einkaufsmeile“, sagt Sielaff. Ein Gemüsehändler, ein Bäcker, ein Drogeriemarkt, ein Quelle-Shop und eine Bankfiliale hatten sich hier niedergelassen. Geblieben ist heute nur noch die kleine Bank.

Dabei liegt das Haus schön zentral, meint Volker Sielaff. „Es gibt reichlich Parkplätze vor der Tür. Gegenüber ist ein Supermarkt, auf der anderen Straßenseite ein Imbiss.“ Ideen für den Standort gibt es viele. Ein Sanitätshaus könnte sich hier einrichten. Die Apotheke Eldena überlegt, hier vielleicht auch eine kleine Ausgabestelle zu eröffnen. Sinn macht das nur, wenn sich der größte Wunsch der Mallisser erfüllt: der Aufbau eines medizinischen Versorgungszentrums, kurz MVZ. Dafür haben die Mallisser vor etwa einem Jahr die Arbeitsgruppe „Wir brauchen einen Arzt“ gegründet. Sie haben Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung in Schwerin und mit der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg geführt. Die Aussichten seien gut, heißt es dort. Die Capio Gruppe habe landesweit eine Stellenanzeige für einen Allgemeinmediziner geschaltet und erste gute Gespräche geführt.

„Es gibt grünes Licht von allen Seiten“, sagt Bürgermeister Volker Sielaff. Mit ein bisschen Glück könnte Malliß in Zukunft zum Medizinischen Zentrum für die Region werden. Die Not sei groß. So würden die nächst gelegenen Arztpraxen in Heiddorf und Neu Kaliß schon heute keine neuen Patienten mehr aufnehmen. Und wer in Eldena einen Arzt braucht, fahre sogar schon nach Lenzen ins benachbarte Bundesland.

 

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