Ludwigslust : Neue Chance für den Apfelkeller

Folker Roggensack und Birgit Wilke vom SanddornLust-Vorstand stehen am Eingang zum Apfelkeller.
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Folker Roggensack und Birgit Wilke vom SanddornLust-Vorstand stehen am Eingang zum Apfelkeller.

Gerade gewählter Vorstand des SanddornLust-Vereins will einen weiteren Anlauf für ein Projekt nahe dem Schloss unternehmen

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23. Juni 2016, 12:00 Uhr

In den ehemaligen großherzoglichen Apfelkeller neben der Orangerie des Schlosses soll wieder Leben einziehen. Der neue Vorstand des Vereins SanddornLust e. V. will einen weiteren Anlauf dazu unternehmen. Der Verein, der sich die Publikation des Sanddorns als Ludwigsluster Markenzeichen auf die Fahnen geschrieben hat, besteht seit dem 7. November 2012. Der Apfelkeller wie die Orangerie befinden sich auf dem Gelände der Produktivgenossenschaft „Storchennest“, die den Sanddorn in Ludwigslust auf ökologischer Basis anbaut. Was aber nicht heißt, dass hier ein neues Objekt der Firma entsteht. „Der Apfelkeller soll Ausstellungs- und Veranstaltungsraum für ganz Ludwigslust werden“, sagt der Vorsitzende des Vereins SanddornLust e. V., Folker Roggensack. „Sanddornerlebnis“ soll der Titel der Ausstellung sein und sie soll zum Anziehungspunkt insbesondere für Ludwigslust-besucher und Schulklassen werden. Einschließlich der Zusammenfassung von wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen und der Darstellung der Geschichte des Sanddorns in Ludwigslust und MV. Dazu würden auch noch Sponsoren gesucht, die sich ebenfalls an dem Projekt beteiligen wollten, lädt Folker Roggensack zum Mitgestalten ein. Ein Fördermittelbescheid aus dem europäischen „Leader“-Topf ist im Mai eingegangen. Die Ehrenamt-Stiftung der Sparkasse hat bereits im November 2015 für das Projekt 2000 Euro bereitgestellt.

Der Verein hat gegenwärtig acht Mitglieder. Für das Vorhaben sind weitere Mitstreiter nötig. So sollen Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit dem Schlossförderverein ausgelotet werden.

Mit den Fördermitteln, die bereits für den Apfelkeller zur Verfügung stehen, soll als erstes ein behindertengerechter Eingang in das Objekt geschaffen werden.

Seit den 40er-Jahren ist immer professioneller Gartenbau in Ludwigslust betrieben worden. Seit 2013 repräsentiert eine Sanddornkönigin die Lindenstadt als Anbauregion auf der Grünen Woche, beim Barockfest – auch beim bevorstehenden Mecklenburg-Vorpommern-Tag in Güstrow. In Ludwigslust befindet sich immerhin die größte ökologische Anbaufläche in ganz Deutschland. Am 10. September ist wieder Sanddornfest in Ludwigslust, und dann wird die neue Sanddornkönigin gekürt. „Wir sind gegenwärtig dabei, uns auch in die Forschung mit einzubringen“, sagt Sylvia Hinrichs, Geschäftsführerin der Produktivgenossenschaft. Die Ludwigsluster sind Teil eines Förderprojektes der Europäischen Union zur Erforschung von Wildobstarten, das gerade begonnen hat.

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