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Ludwigsluster Tageblatt

18. November 2017 | 05:52 Uhr

Ludwigslust : Neue Chance als Koch-Azubi

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Philipp Möller (23) kam über eine Einstiegsqualifizierung der Agentur für Arbeit zu einer Lehrstelle in einem Ludwigsluster Unternehmen

von
erstellt am 01.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Fleisch parieren und klopfen, Schnitzelgerichte vorbereiten, Salat anrichten - all das gehört am Vormittag mit zu den Arbeiten von Philipp Möller. „Ab Mittag geht dann das à la carte-Geschäft los“, sagt der 23-Jährige, der im Kaffehaus & Restaurant „Alte Wache“ am Schlossplatz in Ludwigslust eine Kochausbildung absolviert. Der junge Mann ist über eine Einstiegsqualifizierung zu seinem jetzigen Chef und Ausbilder Arnd Baerwinkel gekommen. „Ich hatte eine Lehre als Elektroniker im Bereich Gebäudetechnik angefangen. Aber das war nicht so meins. Die Gastronomie ist eher etwas für mich“, so der junge Parchimer, der für die Zeit seiner Ausbildung nach Ludwigslust umgezogen ist.

„Philipp nahm am Programm ,Ausbildung hat Vorfahrt’ teil und ist intensiv durch den Arbeitgeberservice betreut worden“, ergänzt Veronika Sohra, Teamleiterin AGS
Gemeinsamer Arbeitgeberservice Westmecklenburg. „Wir haben dann im Fall von Philipp nach Ausbildungsmöglichkeiten gesucht und so kam der junge Mann dann zu Herrn Baerwinkel nach Ludwigslust. Über die Einstiegsqualifizierung haben Jugendliche, bei denen es bisher mit Ausbildung und Jobsuche nicht so lief, die Möglichkeit, sich zu entwickeln und die Chance, sich zu beweisen.“ Susanne Korup war Betreuerin des jungen Mannes und hat ihm die „Alte Wache“ in Ludwigslust empfohlen. „Ich bin dort sehr gut aufgenommen worden, alle waren sehr freundlich zu mir“, so Philipp Möller. Zunächst lief das Praktikum als Einstiegsqualifizierung, die mindestens sechs Monate, aber maximal ein Jahr dauern kann. Und seit dem 1. August ist Philipp Möller nun auch offiziell als Koch-Azubi in das 2. Lehrjahr eingestiegen. Für ihn selbst und vor allem für seinen Ausbilder, Küchenmeister Arnd Baerwinkel, der seit acht Jahren Inhaber des Hauses „Alte Wache“ ist, sei das eine gute Entwicklung. „Die Frage ist ja, wie lange die Einstiegsqualifizierung geht, wenn, wie es im Fall von Philipp nicht ganz ein Jahr ist, dann ist das natürlich von Vorteil für beide Seiten. Weil man denjenigen dann besser kennen lernt, als wenn er nur zwei Monate da ist“, sagt Arnd Baerwinkel. „Denn im Alltag geht es bei uns auch recht robust zu und Philipp kann dann in der Praxis zeigen, wie er damit fertig wird.“ Und er konnte zeigen, was in ihm steckt, und das hat er auch in der Berufsschule in Parchim bewiesen, die er als Koch-Azubi parallel zur praktischen Ausbildung besucht hat. „Er hat also die gleiche Ausbildung durchlaufen, wie die Koch-Azubis im 1. Lehrjahr, auf dem gleichen theoretischen Niveau“, so Arnd Baerwinkel. „Und Philipp wird dann laut Rahmenlehrplan bei uns im Betrieb auch weiter ausgebildet.“ Arnd Baerwinkel hat mit seinem Azubi gesprochen und am Ende des Gesprächs blieb die Erkenntnis, dass Philipp weitermachen und die Lehre zu Ende bringen möchte. „Das heißt auch, dass er sich in den nächsten zwei Jahren bei uns durchbeißen muss, denn die Anforderungen werden steigen“, so der Küchenmeister. Die Zeit der Einstiegsqualifizierung ist ihm angerechnet worden und somit hat Philipp das erste Lehrjahr geschafft. „Laut Rahmenlehrplan wird Philipp auch im Servicebereich tätig sein, das durchlaufen auch unsere anderen Auszubildenden“, so Arnd Baerwinkel.

Zwei junge Leute werden aktuell im Restaurant und zwei in der Küche ausgebildet. „Der Einsatz im Service ist wichtig, damit zum einen die angehenden Köche die Abläufe vom Eindecken über Kenntnisse der Getränkespezialitäten bis hin zum Kontakt mit dem Gast kennen lernen. Und umgekehrt ist es auch für die Servicekräfte von Vorteil, wenn sie wissen, wie die Abläufe in der Küche sind, was in welcher Reihenfolge und Zeit passieren muss, damit jeder Gast zeitgleich sein Essen bekommt.“ Personell ist die „Alte Wache“ gut aufgestellt. „Wir haben sechs Fachkräfte, und neben den vier Azubis sind bei uns auch Saisonkräfte angestellt“, so Arnd Baerwinkel.

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