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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 13:32 Uhr

Brenz : Neubau wird teurer als geplant

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Kosten für Neubau der Kita in Brenz höher als ursprünglich gedacht. Gemeinde will Gespräch mit Fördermittelgeber suchen

svz.de von
erstellt am 16.Okt.2017 | 17:10 Uhr

In Brenz schrillen die Alarmglocken – im übertragenen Sinne jedenfalls. Denn die neue Kindertagesstätte wird teurer als gedacht. Deshalb gab es jetzt sogar eine Dringlichkeitssitzung der Gemeindevertretung.

Konkret geht es um die geplanten Außenanlagen des Neubaus, also Sträucher und andere Pflanzen. Bürgermeister Henry Topp: „Dafür hatten wir im Haushalt 2018 rund 40  000 Euro eingeplant. Doch nachdem wir diese Arbeiten nun ausgeschrieben haben, sind Angebote mehrerer Firmen eingegangen, darunter eines für 120  000 Euro. Wir haben uns für das günstigste entschieden, das bei 70  000 Euro liegt. Das sind immer noch 30  000 Euro mehr als geplant.“

Auch für die finanziell eigentlich gut aufgestellte Gemeinde Brenz ein zu großer Brocken. Denn laut Bürgermeister hatte man für den Haushalt 2018 ohnehin schon ein Minus – wenn auch nur in geringer Höhe – eingeplant, um auch andere Vorhaben im Dorf finanzieren zu können. Dazu kommt, dass auch die Kosten für den eigentlichen Kita-Neubau höher als einst geplant ausfallen. Damit hätte Brenz auch hier trotz Fördermittel einen höheren Eigenanteil zu zahlen. Denn die Gemeinde ist Träger der Einrichtung. Dies alles könnte nun dafür sorgen, dass Brenz im kommenden Jahr plötzlich zahlungsunfähig wird.

Genau darum ging es auf der Dringlichkeitssitzung der Gemeindevertretung. Zunächst beauftragte Bürgermeister Topp den Finanzausschuss, den gesamten Haushaltsplan für 2018 sowie die folgenden Jahre auf Einsparmöglichkeiten zu prüfen. Ursprünglich sollte der eigentliche Neubau der Kita rund eine Million Euro kosten, inzwischen liegt die Summe wegen der Hochkonjunktur der Bauwirtschaft und damit gestiegener Baukosten bei über 1,3 Millionen Euro. 75 Prozent dieser Mittel kommen aus Fördertöpfen, den Rest muss die Gemeinde aufbringen. Steigen die Baukosten, gibt es zwar anteilmäßig auch mehr Fördermittel, aber, wie bereits erwähnt, auch der Eigenanteil der Gemeinde erhöht sich.

Und genau hier sehen die Brenzer das Problem, wie auf der Gemeindevertretersitzung deutlich wurde. „Ich frage mich, warum andere Kommunen für ihre Projekte 90 Prozent Förderung erhalten, Brenz aber fast ein Drittel der Kosten allein tragen muss“, so Henry Topp.

Er, alle Gemeindevertreter und berufenen Einwohner waren sich einig, dass umgehend das Gespräch mit dem Fördermittelgeber, dem Landkreis und dem zuständigen Schweriner Ministerium gesucht werden muss, um möglicherweise eine höhere Förderung für den Kita-Neubau zu erhalten.

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