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Ludwigsluster Tageblatt

19. September 2017 | 17:04 Uhr

Grabow : Neubau soll Raumproblem lösen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Regionale Schule „Friedrich Rohr“ braucht mehr Platz / Stadtvertretung Grabow fasste Grundsatzbeschluss zur Erweiterung des Hauses

von
erstellt am 13.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Ein ehrwürdiges Haus mit Tradition und großer Geschichte, die 1908 als Knabenbürgerschule begann und seit 2005 die Regionale Schule „Friedrich Rohr“ beherbergt, soll für die Anforderungen der Zukunft fit gemacht werden. Das Raumangebot soll überarbeitet werden, vom Grundsatz her geht es um die Erweiterung der Schule. Einen entsprechenden Beschluss fasste jetzt die Stadtvertretung Grabow einstimmig auf ihrer jüngsten Sitzung. Der Bürgermeister wird bevollmächtigt, mit den Vorbereitungen zu beginnen, entsprechende Planungsleistungen für die Erweiterung der Regionalen Schule in Auftrag zu geben. „Den Beschluss der Stadtvertretung sehe ich als positives Zeichen, das jetzt etwas in Gang kommt“, freut sich Schulleiterin Jutta Bloßfeld. „Wir haben im Vorfeld eine Bestandsaufnahme gemacht, und dargestellt, wie unsere räumliche Situation an der Schule ist.“

In der Regionalen Schule „Friedrich Rohr“ gab es in den letzten Jahren immer wieder Überlegungen, optimalere Raumstrukturen und Lernbedingungen zu schaffen, um den Schulstandort in Grabow für Familien attraktiver zu gestalten.

Ausgehend davon wurden die vorhandenen Räumlichkeiten und Schülerzahlen analysiert. Festgestellt wurde, dass ein akuter Raummangel und Platzbedarf besteht. Und das aufgrund steigender Schülerzahlen in den kommenden Jahren, veränderter Richtwerte für den Platzbedarf pro Schüler bei einer erklärten Klassengröße von 27 Schülern (2,5 Quadratmeter pro Schüler) und geänderter Unterrichtsformen durch die umzusetzende Inklusion, was erklärtes Ziel der Landesregierung ist. Das heißt, perspektivisch sollen so viele Kinder und Jugendliche wie möglich eine Regelschule besuchen können. In diesem Zusammenhang wurde auch die akute Situation der Cafeteria mit betrachtet und berücksichtigt. „Es fehlen acht bis zehn Räume. Wir haben ein Mensa-Problem, ein Essenraum reicht nicht aus. Zudem gibt es keine Beratungszimmer und keinen Raum für Schulsozialarbeit“, erläuterte Bürgermeister Stefan Sternberg in der Diskussion zur Beschlussvorlage. Eine Erweiterung oder Umstrukturierung der Räume im Bestand ist nicht möglich. Im Grundsatzbeschluss der Stadtvertretung geht es nun darum, einen separaten Neubau auf der vorhandenen Freifläche vor der Regionalen Schule zu errichten. Dieser soll über einen transparenten Zwischengang mit dem Altbau verbunden werden und die bestehenden Platzprobleme lösen. „Wenn wir den Standort hier behalten wollen, kann ich nur raten, dass wir der Schule den Gefallen tun sollten, etwas zu machen“, sagte Stadtvertreter Enrico Wiechmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke. „Auch ich bin dafür, dass wir die Erweiterung der Schule in Angriff nehmen sollten“, ergänzte SPD-Stadtvertreterin Ramona Bierschenk.

Das Thema wird demnächst im Bauausschuss beraten, um möglichst schnell ein fertiges Konzept vorlegen zu können. „Jetzt geht es an die Feinplanung, welche Variante alle Anforderungen erfüllt. Die Kosten müssen ermittelt und der Zeitrahmen abgesteckt werden. Mittel für die Planung sind im Haushalt von 2017 eingestellt“, so Bürgermeister Sternberg.

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