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Energiepreise klettern unaufhörlich : Netzentgelte sind größter Preistreiber

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Die Energiepreise klettern immer rasanter in die Höhe. Erhöhungen der Strom- und Gaspreise werden im Winter um bis zu 19 Prozent erwartet. Anbieter steigern im Dezember und Januar den Preis für ihre Tarife.

svz.de von
erstellt am 24.Nov.2011 | 10:20 Uhr

Ludwigslust | Die Energiepreise klettern immer rasanter in die Höhe. Erhöhungen der Strom- und Gaspreise werden im Winter um bis zu 19 Prozent erwartet. 207 Anbieter steigern im Dezember und Januar für 1194 Tarife ihre Preise durchschnittlich um 4 Prozent (Strom) und 8 Prozent (Gas); darunter sind auch die Stadtwerke Ludwigslust, die allerdings den Preis für Gas bereits im vergangenen Oktober angehoben haben. Der regionale Energielieferant ist jedoch mit der anstehenden Anpassung des Strompreises in guter Gesellschaft mit der Wemag und E.ON-Hanse auf dem mittlerweile grenzenlosen Markt.

Der so genannte Arbeitspreis für Strom je Kilowattstunde (kWh) steigt bei den Stadtwerken beim Grundtarif um 0,5 Cent/Netto, informierte die Prokuristin im Vertrieb, Viola Bortsch. Bei den Sondertarifen im Netz der Stadtwerke kommen ebenfalls 0,5 Cent zu tragen, allerdings als Bruttowert. Wird der Strom zum Sondertarif aus einem Fremdnetz geliefert, ergibt sich eine Steigerung um 4,9 Prozent.

Das bedeutet beispielsweise bei einem Verbrauch von 2500 kWh/Jahr eine Mehrausgabe im Brutto-Grundpreis von 15 Euro/Jahr; bei den Sondertarifen im hauseigenen Versorgungsnetz von 12,50 Euro/Jahr und für die nicht vom Kunden beeinflussbaren Bereitsstellungen aus dem Fremdnetz von 42,38 Euro/Jahr, ergab eine Aufstellungsvergleich durch die Stadtwerke, die in Ludwigslust und in der Region um die 6000 Haushalte mit Strom versorgen.

Für viele Stromkunden wird es ab Dezember und Januar im Schnitt um 4 Prozent teurer. Bei einer dreiköpfigen Familie und einem Verbrauch von etwa 3500 kWh als Richtschnur, entspricht diese Erhöhung einer Mehrbelastung der Haushaltskasse von rund 40 Euro/ Jahr. Insgesamt könnten von der Erhöhung der Preise bundesweit etwa 8 Millionen Haushalte betroffen sein.

Genau prüfen sollten Stromkunden bei den Grundversorgern, denn die sind im Dezember und Januar am häufigsten von Strompreiserhöhungen betroffen. Kunden sollten sich aktuell die Tarife ihres Anbieters vorlegen lassen und diese mit denen anderer Anbieter vergleichen. Nicht immer ist ein Anbieterwechsel angezeigt, denn nur mit gesicherten Verbrauchszahlen lässt sich vergleichen.

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