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Ludwigslust : Naturpark im Norden stellt sich in Ludwigslust vor

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Nossentiner/Schwinzer Heide seit gestern Thema einer Ausstellung in der Dienststelle der Kreisverwaltung

von
erstellt am 06.Jun.2014 | 07:00 Uhr

Ralf Koch schwärmt für die Nossentiner/Schwinzer Heide. „Dort ist es möglich, 40 Kilometer mit dem Rad zu fahren, ohne den Wald zu verlassen“, erzählt er den Ausstellungsbesuchern gestern in der Ludwigsluster Dienststelle der Kreisverwaltung. Der stellvertretende Leiter der Naturparkverwaltung arbeitet dort seit 1991 und kennt das 365 Quadratkilometer große Areal aus dem Effeff. Ralf Koch ist an diesem Morgen die 80 Kilometer zwischen der Naturparkverwaltung in Karow und Ludwigslust gefahren. „Und ich bin dabei durch Dörfer gekommen, die kannte ich gar nicht“, bekennt er schmunzelnd.

Auf der anderen Seite ist die Nossentiner/Schwinzer Heide in hiesigen Gefilden des Landkreises bisher eher unbekannt. So bieten die Schautafeln, die bis zum 31. Juli zu sehen sind, die Möglichkeit, ein Kleinod kennen zu lernen, das die Ludwigsluster mit dem neuen Großkreis hinzu gewonnen haben.

Gestern war Weltumwelttag. Der Aufruf der Vereinten Nationen, auf die Bedeutung der Umwelt für das Leben auf der Erde hinzuweisen und für mehr Aktivitäten zum Schutz der Umwelt zu werben, sei 1999 vom damaligen Landkreis Ludwigslust aufgegriffen worden, unterstreicht Günter Matschoß, Stellvertreter des Landrates. Gemeinsam mit Einrichtungen, Betrieben, Verbänden, Ämtern sowie engagierten Einzelpersonen wird seitdem eine Umweltaktionswoche veranstaltet.

Der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide, 1990 ins Leben gerufen, ist ein sehr gutes Beispiel, wie im Landkreis die Angebote der Natur für den Menschen angenommen werden. Hier brüten Seeadler, Fischadler und Rohrdommel. Außerdem werden auf dem Damerower Werder Wisente gezüchtet.

„Wir sind als Kreis reich gesegnet mit Naturschätzen“, unterstreicht Günter Matschoß. „Der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide gehört zu den schönsten Landschaften, die wir in Mecklenburg haben“, ergänzt Ralf Koch.

Naturparks haben nach seinen Worten auch eine bedeutende Aufgabe für die regionale Entwicklung. „Und so bemühen wir uns, Besuchern die Landschaft nahe zu bringen“, so Koch. Mittlerweile stehen über 750 Informationstafeln in dem Gebiet. 380 Kilometer Wanderwege werden betreut, dazu 150 Kilometer Fahrradwege.

Der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide ist eines der am dünnsten besiedeltsten Gebiet in Mecklenburg. Hier im Nordteil des Landkreises leben neun Einwohner pro Quadratkilometer. Der Durchschnitt im Land sind rund 50 Einwohner. Aber gerade dadurch sei der Naturpark prädestiniert für das Vorkommen seltener Pflanzen- und Tierarten. Darauf hebt die Ausstellung ab.

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