Neu Kaliss : Narretei seit vierzig Jahren im Griff

Die Gruppe „Saitensprung“ (links) und die kleine Garde zum Auftakt des Showabends. Fotos: Harald Schulz
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Die Gruppe „Saitensprung“ (links) und die kleine Garde zum Auftakt des Showabends. Fotos: Harald Schulz

Neu-Kalisser Carnevals Club feierte 40-jähriges Bestehen mit prächtigem Showabend / Hohe Auszeichnungen vom Landesverband

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23. November 2014, 21:00 Uhr

Diesen Geburtstag feierte die Narrenschar des Neu-Kalisser Carnevals-Clubs (NKCC) in vollen Zügen. Dazu hatte der seit 40 Jahren bestehende Verein befreundete Vereine, ehemalige Weggefährten und Gäste aus der Region eingeladen. Und den vom Karneval ebenfalls beseelten Gästen boten die gastgebenden Jecken ein Spezialprogramm voller Tanz, Show und närrischem Humor, das immer wieder mit Rückblicken auf vier Jahrzehnte NKCC-Geschichte gespickt war.

Die Abordnungen der närrischen Gastvereine aus Dömitz, Techentin, Groß Laasch, Tripkau, Woosmer, Lenzen und Neuhaus erhielten Freitagabend noch dazu die seltene Gelegenheit, dem amtierenden NKCC-Prinzen Michael (Schwemm) oder seiner Zärtlichkeit Janine einen Freundschaftskuss aufzudrücken. Ein großes Geschenk im Dreierpack hatte der Präsident des Karneval-Landesverbandes MV (KLMV), Karl Heinz Krüger, direkt aus Schwerin mit im närrischen Gepäck. Er verlieh dem NKCC-Ministerpräsidenten Burghard Schikowski den Orden „Von der Vielfalt zur Einheit“. Den stellvertretenden NKCC-Vorsitzenden und Finanzminister Roland Görlitz ehrte Krüger mit dem Jubiläumsorden des Landesverbandes. Und der NKCC-Vorstandsvorsitzende Jens Petersen wurde mit dem Jugendorden für seine Verdienste um die Nachwuchsförderung gewürdigt. Der Landesvorsitzende betonte in seiner Gratulation, dass die Neu-Kalisser Karnevalisten eine stetige wie verlässliche Stütze mit Vorbildfunktion in der Gemeinschaft des Verbandes darstellten.


Eigens für Jubiläum Lied getextet


Mit einem eigens für dieses Jubiläum getexteten Lied trafen die Musiker und Sänger der „Linie 10“ den karnevalistischen Nerv des Abends. Die seit 16 Jahren bestehende Gemeinschaft erinnerte in den Strophen an die 40-jährige NKCC-Geschichte. Die Textpassagen endeten jeweils mit dem NKCC-Schlachtruf „Ni Kals kriggt alln’s in Griff!“ – in Anlehnung eines Ausspruchs eines ehemaligen Bürgermeisters der Gemeinde, wenn gar allzu große Probleme zu bewältigen waren. Dieses Lied dürfte künftig bei Festen im Verlauf der fünften Jahreszeit in Neu Kaliß zum Evergreen avancieren.

Zu einem der karnevalistischen Höhepunkte des Abends geriet der bereits im Jahre 1999 uraufgeführte Sketch der „Kegler“. „Der legendäre Boxkampf“ wurde von karnevalistischen Vollprofis in Szene gesetzt und im von johlendem Publikum umringten Boxring bejubelt. Aus der Narrenbütt heraus kommentierte die NKCC-Perle und rheinische Frohnatur Rolf Mauritz diesen Fight mit seinen von ihm bekannt-gescheiten Seitenhieben voller Herzblut und in bester Jeckenmanier. Einen anderen Knock out gab Lucas Hinrichs in der Bütt zum Besten. Seine Suche als Karnevalsprinz nach einer Prinzessin endete nach vier vergeblichen Versuchen in der Damenwelt bei der femininen Erscheinung einer „Conchita“, dargestellt von André Koch im liebreizenden Outfit.


„Aua, Aua und schrumm-schrumm“


Bereits vor 20 Jahren sangen Karin Koch und Jens Petersen das Neu-Kalisser Schunkellied „Aua, Aua und schrumm-schrumm“. Das Bemerkenswerte war die Tatsache, dass das jung gebliebene NKCC-Duo Freitagabend im damaligen Originaloutfit auftrat und das Publikum „rockte“.

Mit ihren Show-Tänzen feuerten die „Skills to move“, die „TaKaNars“, „Saitensprung“, „Elements“, die „Stubenhocker“, die „Kinekas“, die beiden Garden und das Männerballett ein Feuerwerk bester Unterhaltung ab.

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