Ludwigslust : Nähen und Gutes tun

Bei der Übergabe der schützenden Tücher: v.l.n.r. Inge Saß, Joachim Brandt von der Krankenhaus Servicegesellschaft, Pastorin Katharina Lotz, Anas Ossi vom Ökumenischen Helferkreis, Propst Jürgen Stobbe und Pastorin Veronika Hansberg
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Bei der Übergabe der schützenden Tücher: v.l.n.r. Inge Saß, Joachim Brandt von der Krankenhaus Servicegesellschaft, Pastorin Katharina Lotz, Anas Ossi vom Ökumenischen Helferkreis, Propst Jürgen Stobbe und Pastorin Veronika Hansberg

Kirchengemeinden, Ökumenischer Helferkreis und andere Freiwillige spenden Mund-Nase-Tücher an das Krankenhaus

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20. April 2020, 05:00 Uhr

„Nähen macht mir Spaß, und wenn ich dabei etwas für einen guten Zweck herstellen kann, ist es umso schöner.“ Und so war es für Inge Saß keine Frage, zu Stoff, Nadel und Faden zu greifen, als sie vom Hilferuf des Westmecklenburg-Klinikums „Helene von Bülow“ und des Stiftes Bethlehem hörte. Erbeten wurden Mund-Nase-Tücher, damit jeder, der das Ludwigsluster Krankenhaus betritt, mit einem solchen Schutz ausgerüstet werden kann. Etwa wenn er in eine Praxis oder die Radiologie muss. Bei den gespendeten Tüchern geht es nicht um den Schutz des Trägers, sondern um den Schutz des Gegenübers. „Denn jeder kann ohne jegliche Corona-Symptome bereits Träger von Viren sein“, hatte Stiftspropst Jürgen Stobbe betont und ergänzt, dass für den medizinischen Bereich, etwa Operationen und Untersuchungen, aktuell noch ausreichend zertifizierte Masken vorrätig seien.

Nicht nur Inge Saß machte sich gemeinsam mit anderen Gemeindemitgliedern der Kirchengemeinde Ludwigslust an die Arbeit. Auch der Ökumenische Helferkreis Ludwigslust, darunter mehrere Flüchtlinge, die Kirchengemeinde Brunow/Muchow und ehrenamtliche Schneiderinnen aus der Stadt Ludwigslust produzierten Stoffmasken. 150 Mund-Nase-Tücher konnten sie jetzt an das Westmecklenburg-Klinikum und das Stift Bethlehem, das auch Pflegeeinrichtungen betreibt, übergeben. Insgesamt sind bisher schon 400 Masken gespendet worden.

„Wir sind sehr dankbar für die Solidarität, die durch die Masken sichtbar wird, und freuen uns nicht nur über die Masken, sondern auch über den einen oder anderen ermunternden Gruß, der den Masken beigelegt war“, betonte Propst Stobbe. „Ein herzliches Dankeschön an all die ehrenamtlichen Helfer.“

Auch in der Nähstube der Wäscherei der Krankenhaus Servicegesellschaft sind schon 400 Masken genäht worden. Weitere werden benötigt. Wer nicht selbst nähen kann, kann vielleicht mit gespendetem Stoff, der bei 60 Grad Celsius waschbar sein muss, helfen. Oder eine Nähmaschine verleihen. Wer helfen möchte, kann sich im Gemeindebüro der Stadtkirchengemeinde Ludwigslust, Telefon 03874 / 21968 informieren. Masken können in einem Behälter direkt hinter der Eingangstür zum Krankenhaus in einem Behälter abgegeben werden.

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