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Ludwigsluster Tageblatt

13. Dezember 2017 | 12:29 Uhr

Ludwigslust : Nächste Woche fallen die Bäume

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Flanieren wie einst am Hofe: Zwischen Schloss und Stadtkirche entsteht original-historisches Landschaftsbild / Baustart am Montag

svz.de von
erstellt am 19.Feb.2016 | 05:00 Uhr

Fast wäre der Umbau am Bassin auf den Herbst verschoben worden. Aber dann kam er doch noch - der lang ersehnte Förderbescheid für 1,7 Mio aus Schwerin. Seit das wichtige Papier am Dienstag im Rathaus eingetroffen ist, kümmert sich Bau-Fachbereichsleiter Jens Gröger um die Koordination des Projektes. „Das muss jetzt alles ganz schnell gehen“, sagt er. „Denn das Zeitfenster ist eng. Wir dürfen nur bis Ende Februar fällen.“ Weil abzusehen ist, dass nicht alle 75 Bäume in der nächste Woche fallen, hat Gröger schnell noch einen Ausnahmeantrag bis 15. März gestellt.

Gestern schon trafen sich alle Beteiligten zur ersten Bauberatung hinter den Kaskaden. Schon am Montag werden die Landschaftsbauer die Baustelle einrichten. Mit Hebebühne, Kran und schweren Kettensägen beginnen spätestens am Mittwoch die Fällarbeiten. Los geht es direkt auf den beiden grünen Inseln links und rechts der Kaskaden. Hier werden die Bäume gerodet, damit noch im März die ersten jungen Linden gepflanzt werden können. Auf den Grünflächen rings um das Bassin werden die Linden nur gefällt. Ihre Stümpfe bleiben im Boden bis im Juni die Erschließungsarbeiten von den Stadtwerken und dem Abwasserzweckverband für das gesamte Areal beginnen.

Laut Gröger werden die Straßen hinter den beiden gegenüberliegenden Häuserreihen mit Granitgroßpflaster versehen, die Wege vor den Häusern  im Innenbereich bekommen einen sandfarbenen Asphaltbelag. „Damit nehmen wir das Farbspiel der ungebundenen Wege auf“, sagt Jens Gröger. Überhaupt habe man bei der Landschaftsplanung am Bassin viel in Archiven recherchiert. Anhand alter Kupferstiche, historischer Karten und Bilder sollen die historischen Bezüge wiederhergestellt werden, so Gröger. Nicht verzichten wollen die Planer auf die kleinen diagonalen Wege und Querungen. „Damit vermeiden wir Trampelpfade“, so Gröger.

<p>Bald Geschichte: Die hoch gewachsenen Linden werden in den nächsten zwei Wochen gefällt. Danach beginnt der Kanal- und Wegebau.</p>

Bald Geschichte: Die hoch gewachsenen Linden werden in den nächsten zwei Wochen gefällt. Danach beginnt der Kanal- und Wegebau.

Foto: Hennes
Blick in die Zukunft: So wird das Areal Am Bassin zwischen Stadtkirche und Schloss in etwa zwanzig Jahren aussehen.

Blick in die Zukunft: So wird das Areal Am Bassin zwischen Stadtkirche und Schloss in etwa zwanzig Jahren aussehen.

Foto: Proske Landschaftsarchitektur
 

Insgesamt fallen in den kommenden Wochen fast 80 Bäume zwischen der B 5 und dem Schlossvorplatz. Mehr als zwanzig von ihnen müssen die Landschaftsbauer ganz vorsichtig anfassen. Sie sind als artenschutzrelevant eingestuft, weil in ihrem Inneren möglicherweise Larven des seltenen Eremit-Käfers heranwachsen. Hundertprozentig sicher sind sich Umweltingenieur Karsten Kriedemann und sein Kollege Julian Speicher aber nicht. „Das erfahren wir erst, wenn die Bäume ab sind und wir den Mulm im Stamm untersuchen können“, sagt Kriedemann. Die beiden Umweltschützer aus Schwerin markierten gestern die betreffenden Bäume, die nach der Fällung in der Nähe an einem geschützten Platz aus Rücksicht auf die Käfer senkrecht gelagert werden.

2017 rechnet Gröger mit dem Bauende. Dann erst werden die 189 neuen Linden gepflanzt. Gröger: Es sind kleinwüchsige Linden, für die eigens ein Pflegeplan erarbeitet wird. So wie einst zu Herzogs Zeiten sollen die Bäume in der Sichtachse nie über die Turmspitze der Schlosskirche hinausragen.Katharina Hennes

Fast wäre der Umbau am Bassin auf den Herbst verschoben worden. Aber dann kam er doch noch - der lang ersehnte Förderbescheid für 1,7 Mio aus Schwerin. Seit das wichtige Papier am Dienstag im Rathaus eingetroffen ist, kümmert sich Bau-Fachbereichsleiter Jens Gröger um die Koordination des Projektes. „Das muss jetzt alles ganz schnell gehen“, sagt er. „Denn das Zeitfenster ist eng. Wir dürfen nur bis Ende Februar fällen.“

Fast wäre der Umbau am Bassin  auf den Herbst verschoben worden. Aber dann kam er doch noch - der lang ersehnte Förderbescheid für 1,7 Mio aus Schwerin. Seit das wichtige Papier am Dienstag im Rathaus  eingetroffen ist, kümmert sich  Bau-Fachbereichsleiter Jens Gröger um die Koordination des Projektes. „Das muss jetzt alles ganz schnell gehen“, sagt er. „Denn das Zeitfenster ist eng. Wir dürfen nur bis Ende Februar fällen.“ Weil abzusehen ist, dass nicht alle 75 Bäume  in der nächste Woche fallen, hat Gröger schnell noch einen Ausnahmeantrag bis 15. März gestellt.

Gestern schon trafen sich alle Beteiligten zur  ersten Bauberatung hinter den Kaskaden. Schon am  Montag werden  die Landschaftsbauer die Baustelle einrichten. Mit Hebebühne, Kran und schweren Kettensägen beginnen spätestens am Mittwoch die Fällarbeiten. Los geht es direkt auf den beiden grünen Inseln links und rechts der Kaskaden. Hier werden die Bäume gerodet, damit noch  im März die ersten jungen Linden gepflanzt werden können. Auf den  Grünflächen rings um das Bassin  werden die Linden nur gefällt. Ihre  Stümpfe  bleiben im Boden bis im Juni die Erschließungsarbeiten von den Stadtwerken und dem Abwasserzweckverband für das gesamte Areal beginnen. 

Laut Gröger werden die Straßen  hinter den beiden gegenüberliegenden Häuserreihen mit Granitgroßpflaster  versehen, die Wege vor den Häusern     im Innenbereich bekommen einen  sandfarbenen Asphaltbelag.  „Damit nehmen wir das Farbspiel der ungebundenen Wege auf“, sagt Jens Gröger. Überhaupt habe man  bei der Landschaftsplanung am Bassin viel in Archiven recherchiert.  Anhand alter Kupferstiche, historischer Karten und Bilder sollen  die historischen Bezüge wiederhergestellt werden, so Gröger. Nicht verzichten wollen die Planer auf die kleinen diagonalen Wege und Querungen. „Damit vermeiden wir Trampelpfade“, so Gröger. Insgesamt fallen in den kommenden Wochen fast 80 Bäume zwischen der B 5 und dem Schlossvorplatz.  Mehr als zwanzig von ihnen müssen die Landschaftsbauer ganz vorsichtig anfassen. Sie sind als artenschutzrelevant eingestuft, weil in ihrem  Inneren  möglicherweise  Larven des seltenen Eremit-Käfers heranwachsen. Hundertprozentig sicher sind sich  Umweltingenieur Karsten Kriedemann und sein Kollege Julian Speicher aber nicht. „Das erfahren wir erst, wenn die Bäume ab sind und wir den Mulm im Stamm untersuchen können“, sagt Kriedemann. Die beiden Umweltschützer aus Schwerin markierten gestern die betreffenden Bäume, die nach der Fällung in der Nähe  an einem geschützten Platz aus Rücksicht auf die Käfer senkrecht gelagert werden.

2017 rechnet Gröger mit dem Bauende. Dann erst werden die  189 neuen Linden gepflanzt. Gröger: Es sind kleinwüchsige Linden, für die eigens ein Pflegeplan erarbeitet wird. So wie einst zu Herzogs Zeiten sollen die Bäume in der Sichtachse nie über  die Turmspitze der Schlosskirche hinausragen.Katharina Hennes

Fast wäre der Umbau am Bassin auf den Herbst verschoben worden. Aber dann kam er doch noch - der lang ersehnte Förderbescheid für 1,7 Mio aus Schwerin. Seit das wichtige Papier am Dienstag im Rathaus eingetroffen ist, kümmert sich Bau-Fachbereichsleiter Jens Gröger um die Koordination des Projektes. „Das muss jetzt alles ganz schnell gehen“, sagt er. „Denn das Zeitfenster ist eng. Wir dürfen nur bis Ende Februar fällen.“

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