Stress für Pendler : Nächste Großbaustelle auf der A 24

Aufbau der neuen Autobahnbaustelle in Fahrtrichtung Hamburg nahe der Abfahrt Talkau.
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Aufbau der neuen Autobahnbaustelle in Fahrtrichtung Hamburg nahe der Abfahrt Talkau.

Schleswig-Holstein richtet seit gestern zwischen Hornbek und Talkau nächste Dauerbaustelle ein

svz.de von
17. März 2014, 15:08 Uhr

Für Tausende Pendler wird ab sofort der tägliche Weg nach Hamburg wieder beschwerlicher. Der zuständige „Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein“ hat gestern auf der A 24 die nächste Sanierungsetappe begonnen. Grundsätzlich geht es in diesem Jahr darum, den kompletten Neubau der Betonfahrbahn zwischen den Kilometern 31,595 und 37,200 zu schaffen. Und das in beiden Fahrtrichtungen. Damit wird in etwa der Bereich zwischen den Anschlussstellen Hornbek und Talkau für Monate zur Dauerbaustelle.

Damit überhaupt gebaut werden kann, muss eine Fahrtrichtung so verbreitert werden, dass der gesamte Verkehr im sogenannten 4:0-System darüber rollen kann. Diese Vorbereitungsarbeiten haben gestern mit der Einrichtung der nötigen Absperrungen begonnen. In der Folge gibt es derzeit in Richtung Hamburg auf etlichen Kilometern nur noch eine Fahrspur. Diese vorläufigen Sanierungsarbeiten sollen laut Straßenbehörde bis zum 12. April (je nach Witterung) dauern. Allein diese Arbeiten kosten 300 000 Euro.

Mitte April soll dann mit den eigentlichen Arbeiten begonnen werden, Mitte des Jahres wird die Seite gewechselt und die andere Fahrtrichtung saniert. Für diese Arbeiten sind ohne Verkehrsleiteinrichtungen gut 13 Millionen Euro veranschlagt, die aus Bundesmitteln beglichen werden.

Das eigentliche Ziel, die Autobahn 24 von der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern bis zum Kreuz Hamburg-Ost durchgehend zu sanieren, wird nach derzeitigen Planungen erst Ende kommenden Jahres erreicht. Im kommenden Jahr sollen die beiden noch fehlenden Abschnitte in beiden Fahrtrichtungen folgen. Das betrifft den Bereich von der Wildbrücke bis hinter die Raststätte Gudow.

Freie Fahrt auf der A 24 in Schleswig-Holstein gibt es somit weiterhin nur im Winter. Das westdeutsche Teilstück der Autobahn war 1982 als Teil der Transitautobahn neu eröffnet worden. Allerdings war die Betonpiste nur für einen Bruchteil des Verkehrs und viel geringere Lasten ausgelegt. Entsprechend lädiert ist die Fahrbahn durch die vielen Risse in den Betonplatten. Nicht umsonst gilt an einigen Stellen ein 100er-Tempolimit, das man mit Rücksicht auf sein Fahrwerk auch durchaus ernstnehmen sollte.

In den vergangenen beiden Jahren hatte die Pleite eines beauftragten Bauunternehmens für monatelange Verzögerungen gesorgt, weil der Bereich neu ausgeschrieben werden musste.

Bereits in diesem Jahr soll die neue Abfahrt Gudow, die es bisher nur in Richtung Hamburg gibt, zur vollwertigen Anschlussstelle ausgebaut werden. Früher war diese Abfahrt nur für Betriebsfahrzeuge der Autobahnmeistereien und die Polizei zugelassen. Mit der neuen Anschlussstelle werden die Verbindungen für etliche Pendler effektiver.











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