Ludwigslust : Nachschub für die Masken-Nähstube

Zuschneiden, nähen, bügeln. Susann Zierenner, Bianca Bant und Stephanie Berndt fertigen Masken an.
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Zuschneiden, nähen, bügeln. Susann Zierenner, Bianca Bant und Stephanie Berndt fertigen Masken an.

Mitstreiter vom Bürger-Forum Ludwigslust spenden Garn, Stoffe und Gummi an das DRK

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14. April 2020, 05:00 Uhr

Selbst nähen kann er nicht. Trotzdem wollte Rüdiger Falk unbedingt helfen. Als ihn der Aufruf des DRK-Kreisverbandes Ludwigslust erreichte, wusste er auch wie. Er besorgte, was für das Nähen von Mund-Nase-Schutztüchern benötigt wird, derzeit zum Teil aber nur noch schlecht zu bekommen ist: Gummi, Nähgarn und Stoff. Und sogar fertige Masken. Er spendete dafür sein Sitzungsgeld, das er als Mitglied der Stadtvertreterfraktion „Bürger-Forum Ludwigslust“ (BFL) erhalten hat. Auch andere Mitstreiter des Bürger-Forums beteiligten sich an der Aktion – mit Geldspenden oder eigener Handarbeit. Fast 130 Masken, 14 Kilometer Garn und weiteres Nähmaterial überreichten Rüdiger Falk sowie René Korte mit Frau Ivonne und Tochter Pia-Merle an DRK-Ehrenamtskoordinator Andreas Skuthan.

Im Haus des DRK ist der Lehrgangsraum zur Nähstube umfunktioniert worden. „Hier nähen hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter Masken“, erklärt Andreas Skuthan. „Auch in unseren Kindertagesstätten und bei Helfern zu Hause wird genäht.“ Nach dem Nähen werden die Masken gewaschen, gebügelt und im Zehner-Pack eingeschweißt. In den DRK-Pflegeheimen, unter anderem in Grabow und Dömitz, aber auch in der ambulanten Pflege und beim Fahrdienst wird der Mund-Nasen-Schutz dringend gebraucht. „Keine Kollegin, kein Kollege möchte jetzt irgendetwas in die Häuser eintragen“, betont Andreas Skuthan. Rund 550 Masken hatten die DRK-Näher in den vergangenen Tagen schon hergestellt, rund 1000 sollen es erst einmal werden. „Wir hoffen, dass dann irgendwann professionelle Masken kommen.“

Auch René Kortes Familie hatte sich selbst ans Nähen gemacht. 77 Mund-Nase-Tücher aus farbenfrohen Stoffen konnten sie dem DRK übergeben. „Unsere Nachbarin Ute Böhm hat den größten Anteil daran“, so René Korte. Den letzten Schliff hat aber Pia-Merle den Masken gegeben. „Ich habe gebügelt“, verrät sie.

Der DRK-Ehrenamtskoordinator ist den Helfern vom Bürger-Forum Ludwigslust und allen anderen Menschen, die sich in der aktuellen Situation irgendwie einbringen, sehr dankbar. „Gemeinsam stehen wir das durch“, sagt Andreas Skuthan und schiebt einen Wunsch hinterher. „Ich hoffe, dass von diesem Geist, anderen zu helfen und zu schauen, wie ich andere unterstützen kann, nach der Corona-Krise einiges erhalten bleibt.“

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