zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

18. November 2017 | 07:50 Uhr

Dömitz : „Nach dem Tag waren alle platt“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Dömitzer Wehr konnte unter realen Bedingungen Großeinsätze in Schulungshalle in Münster üben - die Partnerwehr Raesfeld machte es möglich

svz.de von
erstellt am 02.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Für eine Großübung unter den Augen von geschulten Tutoren nimmt die Dömitzer Feuerwehr auch schon mal eine Strecke von knapp 500 Kilometern auf sich. In der großen Lehrhalle des Institutes der Feuerwehr von  Nordrhein-Westfalen konnte die Wehr an einem Ausbildungstag teilnehmen. Möglich machte das die Dömitzer Partnerwehr aus Raesfeld.

Über die Eindrücke vor Ort sprach SVZ-Redakteurin Katharina Hennes mit dem Dömitzer Wehrleiter Enrico Frenz.
SVZ: Sie sind für die Großübung am vergangenen Wochenende 900 Kilometer im Auto unterwegs gewesen. Bei hochsommerlichen Temperaturen. Hat sich der Aufwand gelohnt?

Enrico Frenz: Auf jeden Fall. Wann bekommen wir schon einmal so eine Gelegenheit für diese anspruchsvolle Ausbildung. Wir durften letztes Jahr schon einmal dort üben. Und weil es so viel gebracht hat, haben die Einladung unserer Partnerwehr aus Raesfeld wieder gern angenommen.

Was genau haben Sie dieses Jahr geübt?

Der Tag war voll gepackt mit Einsätzen unter wirklich sehr realen Bedingungen. Dieses Mal stand vor allem die Schulung unserer Gruppenleiter im Fokus. Die Einsätze waren vielfältig. Erst hat ein Keller gebrannt, dann hatte ein Bagger eine Gasleitung angeknabbert, später mussten wir eine verletzte Person aus nach einem Verkehrsunfall aus dem Auto befreien und eine vermisste Person im brennenden Supermarkt finden.

Wie wichtig sind Großübungen wie diese?

Sehr wichtig. Schon bei unserer Ankunft in Münster wurden alle Kameraden von einem Tutor in Empfang genommen, der die Gruppe den ganzen Tag bei allen Übungen begleitete und die Übungen beobachtete. Die Raesfelder Kameraden übten vorwiegend Absturzsicherung. Für uns lag der Schwerpunkt des Tages auf Brandbekämpfung mit Personenrettung und technischer Hilfeleistung. Dank der modernen Technik des Komplexes war ein Üben unter einsatzrealistischen Bedingungen möglich. Räume beziehungsweise ganze Häuser wurden verraucht, Feuerschein durch Leuchtmittel simuliert und und Personen und Dummies in den verqualmten Räume versteckt. Nach so einem Tag waren abends alle platt, aber auch um ein großes Stück Erfahrung reicher. Auch wir Führungskräfte konnten viel lernen und erhielten wichtige Verbesserungsvorschläge vom Tutor.

Ohne Ihre Partnerwehr in Raesfeld wäre der Ausflug gar nicht möglich gewesen. Was bedeutet Ihnen diese Freundschaft?

Ursprünglich ging die Partnerschaft aus der Städtepartnerschaft zwischen Raesfeld und Dömitz hervor. Seit 2002 treffen wir uns nun regelmäßig. Die Jugendwehren verbringen alle zwei Jahre ein Zeltlager miteinander. Die Erwachsenen sehen sich einmal im Jahr. Raesfeld liegt 50 Kilometer von Münster entfernt. Wir konnten also im Raesfelder Gerätehaus übernachten und so am Abend allerlei Fachgespräche führen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen