In Pätow ist am Sonntagnachmittag ein Feuer ausgebrochen : Nach Brand mit Schock in die Klinik

Auf der Terrasse soll es zuerst gebrannt haben. nien
5 von 5
Auf der Terrasse soll es zuerst gebrannt haben. nien

Unter Tränen haben die Eigentümer gestern wichtige Dokumente aus der Brandruine in Pätow geräumt. Ein Tag nachdem ihr Haus völlig ausbrannte, saß der Schock tief bei den Betroffenen. Warum das Feuer ausbrach, ist unklar.

von
03. Oktober 2011, 05:19 Uhr

Pätow | Unter Tränen haben die Eigentümer gestern wichtige Dokumente aus der Brandruine in Pätow geräumt. Ein Tag nachdem ihr Haus völlig ausbrannte, saß der Schock tief bei den Betroffenen.

Das Gebäude stand bereits voll in Flammen, als 42 Kameraden der Wehren Pätow, Toddin und Hagenow am Sonntagnachmittag anrückten. Um 16.48 Uhr sind sie alarmiert worden und wenig später mit sechs Einsatzfahrzeugen vor Ort eingetroffen, sagt Heinz-Egon Möller, Amtswehrführer Hagenow Land, der gestern die Familie bei der Bergung letzter Habseligkeiten unterstützte. Das Einfamilienhaus sei nicht mehr bewohnbar, der Dachstuhl völlig ausgebrannt, der Wohn- und Kellerbereich durch das Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Gesamtschaden: 100 000 Euro. Warum das Feuer ausgebrochen ist, dazu ermittelt jetzt die Kriminalpolizei.

Hauseigentümer bleiben unverletzt

Das 52 und 53 Jahre alte Ehepaar und ihre 30-jährige Tochter befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes nicht im Haus, sondern im anliegenden Garten, und blieben unverletzt, so Möller. Lediglich der Mann hätte ins Krankenhaus gebracht werden müssen, weil er psychisch so angeschlagen gewesen sei. Unter Schock habe dieser sogar selbst Löschversuche unternommen, nachdem er das Feuer bemerkte. Gestern war er schon wieder vor Ort und trug mit zitternden Händen zusammen mit seiner Ehefrau Kisten aus der Wohnung.

Der Bürgermeister der Gemeinde, Holger Maty, hat sich sofort um die Unterbringung der Familie gesorgt. Die drei seien nun erstmal bei Verwandten untergekommen. "Wir kümmern jetzt um die Nachsorge der Familie", sagte er entschlossen. Das sei für ihn selbstverständlich. "Sie haben ja alles verloren", so der Bürgermeister, der für seine Bürger da sein möchte. Bereits gestern Nachmittag sind Vertreter von Pätow und Steegen von Tüt zu Tür gelaufen, um Spenden zu sammeln. Mehr als 1000 Euro sind so schon zusammengekommen, obwohl sie noch nicht alle Anwohner angetroffen haben.

Ein entsprechendes Konto soll auch noch eingerichtet werden, so Maty. Wer helfen möchte, könne sich gern an die Gemeindevertreter wenden. Die Gesamtsumme werde dann schnellstmöglich an die betroffene Familie überreicht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen