Dömitz : Nabu weist "Pfusch am Bau" von sich

Derzeit wird das Zeughaus umfassend gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgeschottet und das Erdgeschoss ausgebaut. hasz
Derzeit wird das Zeughaus umfassend gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgeschottet und das Erdgeschoss ausgebaut. hasz

Der Nabu Niedersachsen weist die gegen ihn von der Stadt Dömitz und der GOS erhobenen Baupfusch-Vorwürfe als ehemaliger Mieter in der Festung entschieden zurück.

von
08. September 2012, 09:16 Uhr

Dömitz/Hannover | Der Nabu Niedersachsen weist die Vorwürfe des städtischen Baumates und der Gesellschaft für Ortsentwicklung und Stadterneuerung (GOS) in Ludwigslust in einer Stellungnahme zum SVZ-Artikel vom 30. August entschieden zurück. Der jetzt notwendige Einsatz zur Sanierung des Gebäude in Höhe von 250 000 Euro seien nicht durch Nachlässigkeiten des Nabu entstanden.

Der Naturschutzbund hatte eine Sanierung des Zeughauses für sein Besucherzentrum Elbtalaue vorgenommen und kann keinen Pfusch am Bau entdecken. Fachgutachtlich ist vielmehr festgestellt worden, so der Nabu-Niedersachsen, dass die objektiv festgestellten Feuchteschäden ihre Ursachen nicht in den baulichen Zuständen, sondern Folgen des unkontrollierten Leerstandes seit der Übergabe des Gebäudes an die Stadt Dömitz im Januar 2010 durch den Nabu sind.

Nabu-Landesvorsitzender in Niedersachsen, Dr. Holger Buschmann, erklärte: "Bei der Sanierung wurden die vertraglich vereinbarten Leistungen erbracht. Dies wurde bei der Sanierung von der Stadt Dömitz laufend kontrolliert. Nicht nur Räume des Obergeschosses, sondern auch die im Erdgeschoss wurden damals einer umfangreichen Sanierung unterzogen, anderenfalls hätte der Nabu die Räumlichkeiten nicht jahrelang als Besucherzentrum nutzen können. Entsprechend dem abgestimmten Sanierungskonzept ist die ursprünglich besonders feuchte Südwest-Ecke des Gebäudes abgedichtet worden, um dort den Ausstellungsraum einrichten zu können. Keineswegs war damals eine vollständige Bauwerksabdichtung mit einer Ringdrainage Bestandteil des vereinbarten Sanierungskonzeptes. Uns für Niederschlagsmengen in den Jahren 2010 und 2011, nach der Schlüsselübergabe an die Stadt im Januar 2010 verantwortlich zu machen, kann doch wohl nicht ernsthaft erwogen werden. Wir hätten uns gewünscht, dass ab Januar 2010 das Gebäude genutzt und ausreichend geheizt worden wäre, um dies denkmalgeschützte Kleinod langfristig zu sichern. Dass dies in einen so alten Gemäuer Pflicht ist, um aufsteigende Feuchte und Verdunstung in der Waage zu halten, hatten wir der Stadt beim Auszug extra mitgeteilt."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen