Ludwigslust : Musik zurück im Goldenen Saal

Schulleiter Bernd Jagutzki begrüßte die Zuhörer zum Meisterkonzert – endlich wieder im Goldenen Saal.
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Schulleiter Bernd Jagutzki begrüßte die Zuhörer zum Meisterkonzert – endlich wieder im Goldenen Saal.

Kreismusikschule gestaltet erstes Konzert nach Abschluss der Fußbodensanierung / Beste Instrumentalisten gestalten Programm

svz.de von
19. April 2015, 14:52 Uhr

Die Hofkapelle von Friedrich Franz I. hätte es kaum besser machen können: Schüler der Kreismusikschule „Johann M. Sperger“ begeisterten beim Meisterkonzert am Sonnabend nicht nur mit ihrer Spielfreude, sondern auch mir ihrem brillanten Spiel. Und wie vor 200 Jahren die Hofkapelle konnten auch sie wieder im Goldenen Saal des Ludwigsluster Schlosses auftreten – nach mehrjähriger Pause aufgrund von Bauarbeiten. Es war das allererste Konzert nach dem Abschluss der Fußbodensanierung.

„Ich finde es wichtig, dass wir diesen jungen Musikern so einen repräsentativen, nicht alltäglichen Rahmen für ihr Konzert bieten“, betonte Peter Krohn, Leiter des Schlossmuseums, gegenüber SVZ. Seit zehn Jahren lädt der Förderverein der Kreismusikschule gemeinsam mit dem Museum einmal im Jahr zu diesem besonderen Konzert ein. „Hier musizieren nur Interpreten und Ensembles, die das ganze Schuljahr über bei Wettbewerben und Auftritten hervorragend gearbeitet haben“, erklärte Schulleiter Bernd Jagutzki. Händel, Vivaldi und Purcell waren genauso zu hören wie James Power und Jakob Bürthel, Klassik genauso wie Swingiges.

Dass Violinen auch anders können als klassisch, bewiesen Wiebke und Christine Schmal, Birte Kummer, Ole Lockenvitz und Lehrer Dirk Weltzin als Quintett. Einstudiert worden waren die Stücke beim traditionellen Probenlager im Schloss Dreilützow, das gemeinsam mit dem Musikhof Alt Jabel und der Musikschule der Hansestadt Wismar durchgeführt wurde. „Dort hatten wir vier Tage Zeit, um in kleineren und größeren Gruppen und auch als großes Streicherorchester zu üben“, erklärte Dirk Weltzin. „Mal etwas Bemerkenswertes zu spielen – darauf springen die Kinder an, und dem Publikum macht es Spaß.“ Auftritte wie jener am Sonnabend seien auch ein Dank an den Förderverein, der das Probenlager immer unterstützt.

Um das in Dreilützow Einstudierte dem Ludwigsluster Publikum zu präsentieren, war Ole Lockenvitz extra aus Wismar angereist. „Mir macht es Spaß, mit den Schülern anderer Musikschulen zusammenzuspielen“, sagte der Zwölfjährige, der seit sechs Jahren Geige spielt, noch kurz vor seinem Auftritt. Gar keine Aufregung? „Ich hatte schon öfter Auftritte, da ist es nicht mehr ganz so etwas Besonderes“, erklärte Ole. „Aber ein bisschen Lampenfieber hat man immer.“ Das Publikum war jedenfalls begeistert. „Ich hätte nicht gedacht, dass sie schon auf einem so hohen Niveau spielen“, sagte ein Zuhörer beim Hinausgehen.

Mit dem Meisterkonzert der Musikschule ist dreieinhalb Jahre nach dem letzten Schlosskonzert im Goldenen Saal nun der Anfang gemacht. Weitere musikalische Leckerbissen werden folgen. Zum ersten Schlosskonzert wird am 16. Mai das Ensemble „Los Temperamentos“ erwartet, das konzertante Barockmusik aus Südamerika präsentiert.

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