zur Navigation springen

grabow : „Museum im Wandel“ auf den Weg gebracht

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Grabower Stadtgeschichten sollen in einem Leader-Projekt für Gäste und Einheimische neu erlebbar werden

Stadtgeschichte auf neue Art erlebbar zu machen, ist das Anliegen eines Projekts, das ein neues Konzept für das Heimatmuseum Grabow vorsieht. Die Stadtvertretung hat auf ihrer jüngsten Sitzung das Leader-Projekt „Museum im Wandel“ auf den Weg gebracht. Gleichzeitig wird die Verwaltung mit der Einstellung der Mittel für das Haushaltsjahr 2018 beauftragt.

„Wir haben eine einmalige Geschichte, die unsere Stadt in ihrer Entstehung und dem Wiederaufbau nach den Bränden zeigt. Das Wachsen von Handwerk und Gewerbe ist verbunden mit Familiengeschichten. Wir wollen uns als Stadt gemeinsam mit dem Museum auf den Weg machen, die Geschichte lückenloser zu erzählen“, so Bürgermeister Sternberg. „Wir können nur etwas Gutes für die Zukunft machen, wenn wir die Vergangenheit verstehen.“

Zur Steigerung der Attraktivität und Erhöhung der Besucherzahlen sollen die Ausstellung sowie die Räumlichkeiten qualitativer und moderner gestaltet werden. Ein entsprechender Projektantrag ist bei der Leader-Aktionsgruppe Südwestmecklenburg eingereicht. Dieser beinhaltet Maler- und Tapezierarbeiten sowie Elektroarbeiten, die Umrüstung der Sicherheitsanlagen (Einbruch und Brandschutz) sowie Maßnahmen zum Schutz der Ausstellungsstücke im Heimatmuseum Grabow. Des weiteren wurden Mittel für die Umsetzung des Museumskonzeptes beantragt, das derzeit von dem bekannten Museumsberater Dr. Wolf Karge erarbeitet wird. Dazu gehören Mediengestaltung, unter anderem Präsentationen, Audioguide sowie Ausstattung, also Vitrinen, Flachbildschirme, Informationsterminals, Ausstellungstafeln. Ebenfalls ist die Restaurierung einzelner Gegenstände enthalten. Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf rund 400  000 Euro, bei einem Mindestfördersatz von 50 Prozent zuzüglich eines nationalen Kofinanzierungsanteils in Höhe von 10 Prozent der Fördersumme. Der Eigenanteil der Stadt Grabow liegt bei maximal rund 218  700 Euro.

Mit der Umsetzung des Museumskonzeptes und der damit verbundenen Renovierung sowie Neugestaltung der Ausstellung wird das Grabower Museum attraktiver für Besucher und Einheimische. Das Projekt trägt dazu bei, das Wissen über die Herkunft regionaler Produkte und die traditionellen Techniken ihrer Herstellung zu erhalten und weiterzugeben. Dabei soll die Entwicklung vom Handwerk zur Industrie in den Fokus rücken und das Alleinstellungsmerkmal einiger historischer Handwerksbetriebe Grabows herausgearbeitet werden, beispielsweise vom Bäcker zur Pfeffernussfabrik, vom Böttcher zur Fassfabrik, vom Glaser zur Goldleistenfabrik – die auch Aufträge für die Queen ausführte.

Das neue Ausstellungskonzept wird Themenwelten für die einzelnen Räume beinhalten, um die Geschichte und das Leben von früher erlebbar zu machen. So ist z. B. ein herrschaftliches Wohnzimmer einer Grabower Unternehmerfamilie des 19. Jahrhunderts denkbar, mit originalen Möbelstücken und Dekorationselementen, die vor einer Tapete mit historischem Muster platziert werden.

zur Startseite

von
erstellt am 11.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen