zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

13. Dezember 2017 | 02:39 Uhr

Weltmuseumstag : Museen werben im Verbund

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Heimatstuben und Ausstellungen der Griesen Gegend vernetzen sich: Erstmals gemeinsamer Flyer zum Welt-Museumstag am 22. Mai

von
erstellt am 18.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Von Hagenow bis Ludwigslust, von Boizenburg bis Lübtheen, von Dömitz bis Malliß – die regionale Museums- und Ausstellungslandschaft der Griesen Gegend schließt sich zusammen und wirbt das erste Mal gemeinsam für den Internationalen Museumstag am 22. Mai. Zunächst nur als lose Vereinigung, wie der Hagenower Museumsleiter Henry Gawlick erklärt. Daraus soll aber irgendwann eine verbindliche Gruppe werden, koordiniert vom Landkreis, die gemeinsam Touristen und Einwohner anlockt.

„Bisher ist jeder für sich“, sagt Henry Gawlick. „Wir müssen wieder zusammenfinden.“ Dabei könne auch jeder weiter das machen, was er schon immer gemacht hat. „Nur wir müssen es vernetzen.“ Für den nächsten Welt-Museumstag könne er sich zum Beispiel das Thema Kindheit als gemeinsames Schaufenster in allen Museen und Heimatstuben der Griesen Gegend vorstellen. Denkbar wäre auch eine Art Kombiticket für die Region. Für Details ist es noch zu früh. Aber zumindest gibt es schon einen Flyer, der damit wirbt, sich „Zeit für eine Reise durch die Region“ zu nehmen.

Das Hagenower Museum befindet sich seit Jahren im Aufbau, kann den Besuchern am kommenden Sonntag aber die erste fertige Dauerausstellung präsentieren. Dampfmaschinen und Traktoren aus der Landwirtschaft des 19. Jahrhunderts: Die nachempfundene Maschinenfabrik Fischer und Havemann aus der Poststraße ist zwar schon länger fertig, aber erst seit Freitag mit der multimedial aufbereiteten Geschichte dazu. Fotos, historische und neue Filme, Text-Tafeln geben Einblicke in die Welt der alten Landmaschinen.

Wer dagegen die alte Dampfmaschine aus Hildebrandts Sägewerk in Aktion sehen möchte, kann dies in einer weiteren Ausstellung via Bildschirm. Dort haben die Eisenbahner gleichzeitig einiges zur Geschichte der Bahn aufbereitet. Im selben Raum soll einmal eine Dauerausstellung zur Industrialisierung von 1845 bis 1945 zu erleben sein.

Währenddessen hofft Museumsleiter Henry Gawlick auf weitere Fördermittel für geplante Projekte. Ein erster Antrag für die Einführung der Kulturlandschaft Griese Gegend mit der Siedlungsgeschichte, den Menschen und der Natur der Region sei bestätigt. 50  000 Euro kostet die Aufbereitung dieses Themas. In einem zweiten Schritt sollen die historische Gaststube, das Leben der einst 250 Schuhmacher in Hagenow sowie das Waldglaskabinett und die Glasmacher-Dynastie erlebbar werden. Die Kosten dafür werden gerade ermittelt. Das städtische und ländliche Handwerk will Henry Gawlick in einem letzten Abschnitt aufbereiten. Dazu gehört auch ein Stubenraum aus den Jahren 1780 bis 1850 und der Wandel des kulturellen und Wohnmilieus.

Zunächst blicken die Museumsleute aber auf schon Geschafftes, was sie den Besuchern am 22. Mai von 14 bis 17 Uhr präsentieren wollen. Mehr Informationen zu teilnehmenden Museen der Griesen Gegend gibt es im Internet aus www. kreis-lup.de.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen