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Ludwigsluster Tageblatt

22. November 2017 | 05:03 Uhr

SVZ-Interview : Motorradfan und Bügelmeister

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bürgermeister Reinhard Mach plaudert im SVZ-Interview zum Wochenende über Motorradreisen und Bügelstunden vor dem Fernseher

von
erstellt am 29.Apr.2016 | 14:59 Uhr

Er war LPG-vorsitzender in Lüblow, dann Jugendamtsleiter in der Ludwigsluster Kreisverwaltung, später Beigeordneter des Landrates bis er 2010 die Bürgermeisterwahl in Ludwigslust gewann. Für Reinhard Mach war jede dieser Lebensphasen prägend und besonders. Doch wenn er heute mit 60 Jahren zurückdenkt, dann ist die Zeit als Bürgermeister die bisher schönste. Warum? „Weil ich so dicht dran bin an den Menschen.“ Jörg Thomas, den wir zuletzt in dieser Rubrik interviewt hatten, wird jetzt schmunzeln. Denn genau das hatte er sich vom Ludwigsluster Bürgermeister gewünscht. Mehr Nähe und mehr Interesse an den Menschen in der Stadt. „Nun gut, ich kann nicht jeden in dieser Stadt zu Hause besuchen“, sagte Mach gestern im SVZ-Gespräch zum Wochenende mit Redakteurin Katharina Hennes. Aber in der Kunststube von Jörg Thomas schaut er nun vielleicht doch mal vorbei.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Ich halte es da mit Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes außer man tut es. Es reicht eben nicht, immer nur von Dingen zu reden, man muss sie auch realisieren.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Mit Stroh abladen und Kartoffeln. Das haben wir als Schüler in den Herbstferien immer gemacht.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Fürs Vergnügen auf der Kirmes in den Dörfern rund um Erfurt. Am liebsten an den Schießbuden.
Wo findet man Sie am ehesten?
Bei der Arbeit. Im Rathaus oder auf öffentlichen Veranstaltungen.
Was stört Sie an anderen?
Eigentlich versuche ich die Menschen immer so zu nehmen, wie sie sind. Nur wenn mir Menschen mit vorgefassten Meinungen begegnen, die andere Meinungen und Argumente nicht gelten lassen, dann ärgert mich das.

Was würden Sie gern noch können?
Ein Instrument spielen. Am liebsten Gitarre. Ich habe das sogar mal im Familienkreis nebenbei erwähnt und schwups, bekam ich zum Geburtstag eine Gitarre geschenkt. Mir fehlte dafür dann leider immer die Zeit. Ich habe die Gitarre meiner Tochter vererbt. Und die kann inzwischen spielen.
Was bedeutet Ihnen persönliches Glück?
Viel. Sehr glücklich bin ich, wenn ich Zeit mit meiner Familie verbringe. Möglichst mit meinen beiden Kindern und deren Familien. Einmal im Jahr fahren wir alle in die Berge auf eine Hütte. Meine zwei Enkelsöhne können inzwischen auch schon Abfahrtski – das macht dann noch mehr Spaß.

Was Unvernünftiges haben Sie zuletzt getan?

Ich rauche. Nicht viel, aber ab und zu. Heute war es auch schon wieder eine Zigarette.
Wenn Sie kochen oder essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Egal. Ich bin da offen für alles. Wenn wir unsere Tochter in Berlin besuchen, dann probieren wir auch gern mal etwas ganz Exotisches.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„Erwin Strittmatter - die Biografie“ von Annette Leo. Das hat mir Ramona Ramsenthaler ausgeliehen. Es gibt ja viele Biografien von Strittmatter, aber in dieser wird das erste Mal auf besondere Weise auf seine Rolle im Nazideutschland eingegangen. Mit Fakten, die so noch nicht bekannt waren.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Das aktuelle Sportstudio am Sonnabend.
Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
Tolle Motorradreisen. Nach Schottland zum Beispiel. Oder ins Baltikum.
Verraten Sie uns etwas, was kaum einer von Ihnen weiß?
Hm. Mal überlegen. Vielleicht, dass ich meine Hemden selber bügle. Aber das wissen schon ein paar. Frau Mergel vom Bügelservice in Ludwigslust zum Beispiel. Wir wollten mal ein Wettbügeln machen. Bügeln ist für mich keine Last – wenn ich es vor dem Fernseher tue und dabei eine Sportsendung läuft.

Worauf könnten Sie nie verzichten?

Der Mensch ist ja sehr anpassungsfähig. Da fällt mir nicht viel ein – außer lebensnotwendige Sachen wie schlafen, essen, trinken.

Wen würden Sie gern mal treffen?

Der lebt nicht mehr. Helmut Schmidt. Er war unglaublich weitsichtig und für einen Parteipolitiker ein sehr frei denkender Mensch. Das imponiert mir.

An welches Geschenk erinnern Sie sich gern und von wem haben Sie es bekommen?

Ein fünfzig Jahre altes Fahrrad aus China. Das hat mir meine Familie zum 60. Geburtstag geschenkt, weil ich auf der Velo Classico so einen Spaß auf einem alten Fahrrad hatte.

Wem sollen wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Fabian Vogel, dem Geschäftsführer vom Zebef.

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