Ludwigslust : Mitmachen ist gelebte Demokratie

Maika Friemann-Jennert tritt als Kandidatin ür die CDU an und kämpft erneut um den Einzug in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern.
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Maika Friemann-Jennert tritt als Kandidatin ür die CDU an und kämpft erneut um den Einzug in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern.

Maika Friemann-Jennert tritt als CDU-Landtagskandidatin im Wahlkreis 19 an / Seit Jahren engagiert in Stadtvertretung und Kreistag

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11. August 2016, 21:00 Uhr

„Für Sie in einer Tour unterwegs!“ ist auf ihrem Auto zu lesen. Das gilt nicht nur in der heißen Wahlkampfphase. Und wie andere auch hat sie ihre Wahlplakate selbst angebracht - immerhin 600 an der Zahl. „Da konnte man sich die Stunde Krafttraining im Fitnessstudio sparen“, lacht Maika Friemann-Jennert nach zwei anstrengenden Tagen. Die CDU-Landtagskandidatin, 1964 in Ludwigslust geboren, tritt im Wahlkreis 19 an und kämpft erneut um den Einzug in den Landtag von MV. Sie ist seit vielen Jahren gesellschaftlich und politisch aktiv. Für die diplomierte Bibliothekarin ist Mitmachen gelebte Demokratie. Niemals zuvor sei ihr so bewusst gewesen, dass man diese jeden Tag aufs Neue verteidigen muss.

Sie denkt häufig daran, welch ein Glück ihre Generation hat, das Leben in Frieden und in Freiheit erleben zu dürfen. Für sie ist das nicht so selbstverständlich, wie für andere vielleicht. Das hängt u.a. mit ihren ehrenamtlichen Aktivitäten zusammen. Sie engagiert sich im Deutschen Roten Kreuz und hat kürzlich eine Bildungsreise an den Ursprung der weltweit agierenden Hilfsorganisation gemacht. Humanitäre Hilfe ohne Ansehen von Betroffenen und Hilfeleistenden sei genau ihr Ding.

Sie ist aktive Reservistin bei der Bundeswehr, lässt sich ausbilden für Fälle, wo der zivile Bereich mit dem militärischen zusammenarbeiten muss. Ja, sagt sie, da muss man sich auch schon mal dreckig machen, aber das mache ihr nichts aus. Sie steht einem Verein zur Förderung der Erziehung von Kindern und Jugendlichen vor. „Das mache ich seit langem, weil benachteiligte und an Leib und Seele geschädigte Kinder auch Chancen bekommen sollen. Da gibt es kein großes Gewese, das wird gemacht, solange wir Geldgeber dafür finden.“

Und politisch? Sie schmunzelt, weil sie als „Profi“ gilt und doch immer wieder neue Situationen zu meistern sind. Es gibt eben nicht nur schwarz und weiß. „Die Welt, auch unsere kleine, verändert sich“, sagt sie. Um zu verstehen, nimmt sie sich auch mal eine ganze Woche Zeit, etwa für ein Praktikum in einer Pflegeeinrichtung. Soziale Themen standen bei ihr in all den Jahren sowieso im Vordergrund, daran würde sie gern anknüpfen. Die Arbeit in der Stadtvertretung Ludwigslust und im Kreistag Ludwigslust-Parchim haben außerdem dazu beigetragen, dass sie Themen, die ihr angetragen werden, aus verschiedenen Perspektiven betrachten kann. Dass sei sehr hilfreich bei der Entscheidungsfindung.

Sie stehe für realitätsnahe, von vielen Menschen getragenen Entscheidungen, daher freue sie sich über jeden, der sich gesellschaftlich engagiert. Wenn jeder, der kann, ein bisschen beiträgt zu dem, was wir als „Solidargemeinschaft“ bezeichnen, wären wir sicher noch viel besser aufgestellt. Das habe ihr auch die Arbeit in der Enquetekommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“ gezeigt, in der sie für die CDU-Fraktion im Landtag beispielsweise verantwortlich war. Da sind Dinge auf den Tisch gekommen, die dringend geklärt werden müssen in Zukunft, sei es die Mobilität im ländlichen Bereich, die Gesundheitsversorgung, der Breitbandausbau oder auch die Gewinnung von Fachkräften, die inzwischen in vielen Branchen Mangelware sind.







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