Grabow : Miteinander die Zukunft meistern

Blick auf das Grabower Rathaus. Gegenüber in der Marktstraße 9 soll ein moderner Verwaltungsstandort entstehen.
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Blick auf das Grabower Rathaus. Gegenüber in der Marktstraße 9 soll ein moderner Verwaltungsstandort entstehen.

Gemeinden des Amtes Grabow stellen sich neuen Herausforderungen. In der Marktstraße 9 entsteht neuer Verwaltungsstandort

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11. Januar 2018, 05:00 Uhr

Haushalt, Gemeindeleitbild und Zukunftsfähigkeit, Projekte und Vorhaben, die 2018 im Amt Grabow in Angriff genommen werden – zu all diesen Themen standen Stefan Sternberg, der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Grabow, und Amtsvorsteherin Kriemhild Kant Redakteur Michael Seifert im SVZ-Interview Rede und Antwort.

Wie stellt sich aktuell die Finanzsituation im Amt dar?

Stefan Sternberg: Der Haushalt des Amtes Grabow, zu dem neben der Stadt Grabow mit dem Ortsteil Steesow zwölf Gemeinden zählen, ist beschlossen. 70 Prozent der Kosten für Verwaltungsarbeit des Amtes übernimmt die Stadt, 30 Prozent tragen die Gemeinden. Der Amtshaushalt zählt wie die Etats der Stadt Grabow und der Gemeinden Balow, Dambeck und Kremmin zu den ausgeglichenen Haushalten. Alle anderen Gemeinden befinden sich in der Haushaltskonsolidierung. Die Entwürfe der Gemeinden Eldena und Karstädt sollen bis Ende des Monats bearbeitet sein, die restlichen Gemeinden sollen dann bis Ende Februar, Anfang März einen beschlossenen Haushalt haben.

Wie ist es um die Amtsumlage bestellt?

Stefan Sternberg: Wir haben die Amtsumlage gesenkt, um die Gemeinden weniger zu belasten. Die Umlage betrug im vergangenen Jahr 26,92 Prozent, für 2018 liegt der Wert bei 23,89 Prozent. Wir sind dabei, eine moderne, auf die Anforderungen der Zukunft gerichtete Verwaltung zu entwickeln. Dabei spielt das Vorhaben, den Komplex Marktstraße 9, Kontorhaus, zu sanieren, eine große Rolle. An diesem Standort wollen wir die Verwaltung aus der Berliner Straße 4 zusammenführen, was Einsparungspotenzial bedeutet. Deshalb auch die Senkung der Amtsumlage um 3,03 Prozent.

Vom künftigen Verwaltungsstandort soll auch die Amtsfeuerwehr profitieren?

Stefan Sternberg: Im Haus Marktstraße 9 soll auch ein Einsatzraum entstehen, den die Amtswehrführung im Katastrophenfall nutzen kann. Das ist in den Planungen für das Vorhaben schon mit drin. Wir hoffen, dass Mitte des Jahres der Baubeginn erfolgen kann.

Kriemhild Kant: Damit bekommen wir eine kosteneffiziente Verwaltung mit Bürgerfreundlichkeit und Zentralität. So können wir langfristig Kosten reduzieren. Wir müssen die Anforderungen dem täglichen Leben anpassen, denn die Entwicklung bleibt nicht stehen.

Stefan Sternberg: Das gesamte Amt Grabow wird sich mit der IT-Technik im 4. Quartal 2018 dem KSM Kommunalservice Mecklenburg anschließen. Damit wir auch für die Zukunft auf diesem Gebiet gut aufgestellt sind.

Und was passiert mit dem Verwaltungsgebäude in der Berliner Straße 4?

Stefan Sternberg: Dort soll das medizinische Versorgungszentrum einziehen. Wenn das Vorhaben nicht in den nächsten zwei Jahren umsetzbar ist, dann ist ein Verkauf des Gebäudes vorgesehen. Und das bringt dann Geld für die Gemeinden.

Kriemhild Kant: Und die Gemeinden unterstützen auch diese Vorhaben. Wir im Amt sind zu einem echten Team geworden, aber eine Streitkultur ist dennoch vorhanden.

Stichwort Gemeindeleitbild und Zukunftsfähigkeit. Wie sieht es damit im Amt aus?

Stefan Sternberg: Alle Gemeinden haben bei der Selbsteinschätzung ihre Zukunftsfähigkeit unter Beweis gestellt. Und mit dem Leitbildgesetz musste sich ja jede Gemeinde mit sich selbst beschäftigen und jede Kommune wird auch um ihre Identität kämpfen.

Kriemhild Kant: Wichtig ist auch, dass sich die Gemeinden vor der Zusammenarbeit mit dem Amt nicht scheuen, da wird koordiniert, was man zusammen machen kann. Gute Beispiele dafür sind der Amtsfeuerwehrtag und der Neujahrsempfang des Amtes.

Im Amtshaushalt für 2018 sind auch Mittel für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingestellt. Wie sehen Sie die Entwicklung in der Vergangenheit?

Kriemhild Kant: Amtsjugendpflegerin Teresa von Jan ist da sehr ideenreich und engagiert. Wir können sagen, dass die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen über verschiedene Angebote und Projekte gut ist.

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