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Sanierung in Neustadt-Glewe : Mitarbeiter krank – nix geht

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Neustadt-Glewe will endlich mit Planung zur Sanierung der Schweriner Straße beginnen - aber die Unterschrift aus dem Straßenbauamt Schwerin fehlt

Viele Neustädter freuen sich über die im vergangenen Jahr sanierte Landesstraße (L 071) nach Wöbbelin. Noch mehr allerdings würden sich die meisten freuen, wenn endlich auch die Schweriner Straße erneuert wird – die Verlängerung der L 071 vom Ortseingang Neustadt-Glewe bis zum Kreisel am Technikum. Doch es tut sich nicht wirklich etwas.

Das Problem liegt derzeit offenbar im Straßenbauamt Schwerin. Bereits in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses hatte Bürgermeisterin Doreen Radelow informiert, dass die Stadt praktisch in den Startlöchern stehe. Es gebe eine Planungsvereinbarung für die Baumaßnahme mit dem Straßenbauamt Schwerin, die auch die Kostenfrage regele. Nur fehle noch eine Unterschrift aus dem Schweriner Amt unter diese Vereinbarung. „Diese sollte eigentlich bereits bis zum 24. März unterzeichnet zu uns zurückgeschickt werden“, so die Bürgermeisterin auf erwähnter Sitzung.

Die Baukosten für die Sanierung der Schweriner Straße betragen geschätzt rund 370  000 Euro. Dazu kommen noch etwa 40  000 Euro für Planung und Koordinierung der Arbeiten.

Und genau hier liegt das Problem. „Das Straßenbauamt hat uns mitgeteilt, dass die finanziellen Mittel zwar bereit stehen, man aber keine personellen Kapazitäten für Planung und Koordinierung der Arbeiten habe“, so die im Rathaus Neustadt-Glewes zuständige Fachdienstleiterin Dörte Ecks im SVZ-Gespräch. Diese personellen Kapazitäten würden angesichts der vielen Vorhaben im Straßenbauamt möglicherweise erst in ein paar Jahren vorhanden sein.

Bürgermeisterin Doreen Radelow gegenüber SVZ: „Um nicht so lange zu warten, hat sich Neustadt-Glewe bereit erklärt, die Planung bzw. Koordinierung für das Straßenbauamt zu übernehmen.“ Dazu gehören u. a. auch die Vergabe der Aufträge, die Betreuung und Kontrolle der Arbeiten. Die Kosten dafür liegen, wie erwähnt, bei etwa 40  000 Euro.

Das Problem nun: Die besagte Vereinbarung liegt noch im Straßenbauamt Schwerin und der Stadt Neustadt-Glewe läuft die Zeit davon. „Wir stehen alle in den Startlöchern, aber uns sind die Hände gebunden. Denn wir haben keine schriftliche Zusage und so auch keinerlei Legitimation durch das Straßenbauamt, mit den Planungen zu beginnen“, sagt Doreen Radelow. Im schlimmsten Fall könnte Neustadt-Glewe plötzlich auf nicht geringen Kosten sitzen, wenn man mit Planungsarbeiten und der Vergabe von Aufträgen beginnt – ohne die schriftliche Zusage aus dem Straßenbauamt zu haben.

SVZ fragte im Straßenbauamt nach. Dezernatsleiter Straßenbau Thorsten Uhlig teilte schriftlich mit: „Die Stadt Neustadt-Glewe plant in Abstimmung mit dem SBA Schwerin den Ausbau der Schweriner Straße (inkl. Nebenanlage, Gehweg, Haltestellen und Entwässerung). Aktuell wird durch die Stadt geprüft, ob ein Bedarf an Regenwasserhausanschlüssen für private Anlieger besteht. Dem SBA Schwerin liegt eine Planungsvereinbarung mit Stand März 2017 vor. Durch krankheitsbedingte Ausfälle konnte diese Vereinbarung bisher noch nicht abschließend geprüft werden. Dies wird nach Wiedererscheinen des Mitarbeiters geschehen.“


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erstellt am 17.Apr.2017 | 21:00 Uhr

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