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Tarifstreit bei Grabower Süsswaren beigelegt : Mitarbeiter bekommen mehr Geld

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Die Mitarbeiter der Grabower Süsswaren GmbH bekommen mehr Geld. Gestern Abend einigten sich die Beteiligten auf einen Abschluss. Es wurden 6,5 Prozent mehr Lohn gefordert. Ob diese erreicht wurden, sei nicht bekannt.

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erstellt am 14.Feb.2013 | 10:27 Uhr

Grabow | Die knapp 200 Beschäftigten der Grabower Süsswaren GmbH bekommen mehr Geld. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten (NGG) und der Arbeitgeberverband Nordernährung einigten sich am Donnerstagabend nach Gewerkschaftsangaben auf einen Abschluss. „Wir sind bei der Annäherung an den Flächentarif ein gutes Stück vorangekommen“, sagte der Geschäftsführer der NGG-Region Mecklenburg-Vorpommern, Mario Klepp, machte aber keine näheren Angaben. Das Ergebnis solle zunächst den Beschäftigten vorgelegt werden, die Erklärungsfrist laufe am Freitag kommender Woche ab. Die Gewerkschaft war mit der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn in die Verhandlungen gegangen.

Die Mitarbeiter der Firma im Landkreis Ludwigslust-Parchim werden laut Klepp derzeit unter dem geforderten Mindestlohn von 8,50 Euro bezahlt. Sie erhielten nur knapp 73 Prozent des Branchenlohnes im Osten.

Dem Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbandes Nordernährung, Uwe Teuchert, zufolge hat die niederländischen Continental Bakeries Gruppe bei der Übernahme des Betriebes 2009 überhaupt erst Lohnstrukturen eingeführt. Zuvor sei er jahrelang von einem Einzelinhaber geführt worden. „Die Leute haben stillgehalten“, sagte er. Es sei nicht möglich, 100 Prozent des Branchenlohnes Ost zu zahlen. „Das Unternehmen würde sofort in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.“

Continental Bakeries stellt an vier Standorten in Deutschland - in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen und Bayern - Schaumküsse, Schaumwaffeln, Waffeln, Gebäck und Knäckebrot her. Die Grabower Süsswaren GmbH, gegründet 1835, war 1996 von dem Hamelner Unternehmer Lithardt gekauft und durch ein Dutzend weiterer Betriebe ergänzt worden.

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