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Ludwigslust-Parchim : Mit Zuversicht in das neue Jahr

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Unternehmerverband Ludwigslust-Parchim erfüllt das Jahresmotto: Menschen binden, Wirtschaft stärken

von
erstellt am 03.Jan.2015 | 07:00 Uhr

Auch wenn der Regionalleiter des Unternehmerverbandes Ludwigslust-Parchim als Landtags- und Kreistagsmitglied nebenbei die politische Bühne bespielt: „Wir sind im Unternehmerverband neutral, wir politisieren nicht“, sagt Wolfgang Waldmüller über den Verband, der fast ein Vierteljahrhundert die Unternehmen der Region repräsentiert, ihr Sprachrohr sein will. Und: „Wer unsere Veranstaltungen besucht, geht mit einem Nutzen weg.“

In der Tat. Vor zig Jahren, als andere noch mit den Augen rollten, warnten die Unternehmer schon massiv vor Fachkräftemangel, sie organisierten Stipendien und Ausbildungsbörsen, um gegenzusteuern. Heute ist das Thema in aller Munde.

255 aktive Mitglieder zählt der Regionalverband und ist damit der stärkste im Gesamtverband Mecklenburg-Schwerin. Allein 45 neue Mitglieder kamen 2014 dazu, allesamt in der Region verwurzelt und für ihre Heimat aktiv – sei es beim Sponsoring für Weihnachtsbeleuchtungen, einen Rodelberg, die Wockersee-Fontäne oder beleuchtete Kirchen. Mittlerweile sind im Vorstand Unternehmer aus den Bereichen Ludwigslust ganz selbstverständlich neben ihren Kollegen aus Parchim aktiv. „Wir haben die Vereinigung komplett vollzogen“, bilanziert Wolfgang Waldmüller. Geschäftsstellen gibt es in Hagenow und Parchim, die Veranstaltungen finden im gesamten Landkreis Ludwigslust-Parchim statt. Für das ablaufende Jahr lautete das Motto: Menschen binden Wirtschaft stärken. Wolfgang Waldmüller: „Der rote Faden für unsere Veranstaltungen war und ist: Wie halten wir Fachkräfte.“

Ein roter Faden, der so bekannt ist, dass man ihn schon wieder übersieht, ist die Jungunternehmerschule. Im Friedrich-Franz-Gymnasium Parchim und in der Regionalschule Cambs unterrichten ehrenamtliche Dozenten und führen in wirtschaftliche Zusammenhänge ein.

Firmen vermitteln Stipendien und binden damit künftige Fachkräfte an sich. Beim so genannten Deutschlandstipendium teilen sich Bund und Unternehmen die Kosten. Der Unternehmerverband kooperiert darüber hinaus mit der Hochschule Wismar. Bei Projektarbeit während des Studiums lernen die Studenten Betriebe der Region kennen. „Fachkräftesicherung hat viele Facetten“, so Regionalleiter Wolfgang Waldmüller. Das schließt auch ein, sich um Studienabbrecher zu kümmern und sie in Arbeit zu bringen. Pendler, Arbeitslose, die Weiterbildung langjähriger Arbeitnehmer: Viele Ideen helfen, Fachkräfte in der Region und damit in den Betrieben zu halten.

Auch im neuen Jahr will der Verband in erster Linie Dienstleister für Unternehmen bleiben. Auf verschiedenen Veranstaltungen sollen Experten den Unternehmern das Landesraumentwicklungsprogramm und sein Potenzial für die Wirtschaft vorstellen. Weitere Themen werden die Unternehmensnachfolge, Energieeffizienz in Unternehmen, die A 14, das Fachkräftemanagement sein. „Unser Ziel ist: Wer bei uns Mitglied ist, soll einen Wettbewerbsvorteil haben“, sagt Wolfgang Waldmüller, „dann machen wir es richtig.“

Hilfestellung heißt ja auch, dass die Mitglieder sich gegenseitig unter die Arme greifen, beispielsweise bei betriebswirtschaftlichem Know-how. Ansonsten blicken die Unternehmer der Region zuversichtlich aufs Jahr 2015, Waldmüller nennt es „positives Gefühl“. Er wünscht sich mehr Wertschätzung für Unternehmer, die hier Steuern zahlen. Und was kann der Politiker für die Unternehmer tun? Wolfgang Waldmüller: „Die Politik schafft keine Arbeitsplätze. Das machen Unternehmen. Politik kann das aber mit wohlwollenden Rahmenbedingungen befördern.“

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