Gross Laasch : Mit Zeus, Hera und Götterspeise

In das Reich Cleopatras entführten die Frauen das Publikum im ausverkauften Saal des Groß-Laascher Kulturhauses.
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In das Reich Cleopatras entführten die Frauen das Publikum im ausverkauften Saal des Groß-Laascher Kulturhauses.

Groß-Laascher Karnevalisten begeistern vor ausverkauftem Haus mit tollen Ideen für die Bühnenshow / Publikum lebt Motto mit

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02. März 2014, 20:44 Uhr

Anna muss an diesem Abend viele Gesichter schminken. Larissa und Finja sind schon fertig. Jetzt trägt Anna noch bei Lene Lidschatten und Glitzer auf. In ihrem Rücken sprüht Christa Tiedemann, die Trainerin der Kindertanzgruppe, blaue Farbe auf Sandras Haare. Nur noch wenige Minuten, dann müssen die zehn Mädchen und zwei Jungen auf die Bühne des Kulturhauses. Sie sind am Sonnabend nach dem Einmarsch des Groß-Laascher Carneval Clubs (GLCC) und der Vorstellung des neuen Elferrates um Präsident Heino Kühl der erste Programmpunkt. „Da ist schon wieder eine Spinne“, kreischt es aus der anderen Ecke des kleinen Raumes. „Johann, mach’ die mal weg.“

Johann ist in dieser Saison zum ersten Mal beim Groß-Laascher Karneval dabei. Besonders aufgeregt ist er in seinem Seemann-Look trotzdem nicht. „Es ist ja schon der vierte Auftritt“, erklärt der Zehnjährige. Die kleinen Tänzerinnen und Tänzer waren zuvor schon bei der ersten Galasitzung des Carneval Clubs, beim Kinder- und beim Seniorenkarneval dabei. Und dann ist es soweit. Als kleine Meerjungfrauen schweben sie über die Bühne – passend zum Motto des Abends „Ob Zeus, Amor oder Neptuns Reich – wir machen es den Göttern gleich.“ Und nach einer Zugabe der Mädchen – kein Tänzer kommt an diesem Abend ohne Wiederholung von der Bühne – rocken Johann und Hermann mit Luftgitarren zu „Gott muss ein Seemann sein“ den Saal. Ein Auftakt nach Maß für eine richtige Partynacht.

Die Groß-Laascher Narren – einer der kleinsten Karnevalsvereine im Land – hatten gemessen an ihrer Mitgliederzahl von 28 ein riesiges Programm auf die Beine gestellt. Da müssen einige Aktive nach dem Applaus zum Umkostümieren eilen, um rechtzeitig zu ihrer nächsten Nummer auf der Bühne zu stehen. Ob die „Crazy Teenies“, die „Young Devils“ oder das Männerballett als Sklaven – die Gruppen hatten tolle Ideen entwickelt, wie sie das Motto des Abends umsetzen können. Die Frauen tanzen als Cleopatras gar mit (elektrischen) Teelichtern, goldfarbenen Riesenfächern oder – mit Lichterketten behangen – als Sternenhimmel. Edeltraud Latowski und Gabriele Kahlstorff steigen in die Bütt, um Neues vom Olymp und aus Groß Laasch zu berichten. Marlis Schmidt geht als alte Jungfer auf Männersuche mit Hindernissen.

 Wie amüsant der Versuch sein kann, Schach zu spielen, zeigen zwei junge Männer. Einer von ihnen lässt sich am Ende des Auftritts aber zu einer Äußerung hinreißen, die Grenzen überschreitet.

Zum Finale versammeln sich alle Aktiven auf der Bühne, wo die Moderatoren des Abends für ihr langjähriges Engagement mit Orden behangen werden. Gott Zeus, alias Horst Stelzner, und seine Gemahlin Hera, alias Agnes Tröster, gehören zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. Insgesamt acht sind seit 1981 dabei.


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