Ludwigslust : Mit Sonnenenergie in die Zukunft

Torsten Jarchow und Simone Tscherpel bei der technischen Abnahme der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes Amt Ludwigslust-Land.
Torsten Jarchow und Simone Tscherpel bei der technischen Abnahme der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes Amt Ludwigslust-Land.

Moderne Photovoltaikanlage auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes Amt Ludwigslust-Land übernimmt nun die Stromversorgung

svz.de von
14. November 2015, 07:00 Uhr

Das Amt Ludwigslust-Land setzt auf erneuerbare Energien und hat dabei schon einen wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht: Auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes in der Wöbbeliner Straße wurde eine moderne Photovoltaikanlage (PV) installiert. Die technische Abnahme ist vollzogen, die Anlage läuft. Im Gespräch mit der SVZ erläutert Wolfgang Utecht, der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Ludwigslust-Land, Details zum Vorhaben. „Es handelt sich um eine Anlage mit einer Leistung von 21 kWp, verbaut wurden auf dem Dach auf einer Fläche von 10 mal 32 Metern insgesamt 81 Module.“ Bei der Beschreibung der Größe einer Photovoltaik-Anlage wird häufig von Kilowatt peak (kWp) gesprochen. Damit wird die Spitzenleistung der Anlage beschrieben, die diese unter Standardbedingungen erzielen kann. Die Bezeichnung setzt sich zusammen aus der Leistungseinheit kW und dem englischem Wort „peak“ für Spitze. Häufig spricht man auch von der Nennleistung der gesamten PV-Anlage.

Viel ins Stromnetz werde nicht eingespeist, so Wolfgang Utecht. Zwischen 60 und 70 Prozent werden für den Eigenbedarf der Verwaltung des Amtes Ludwigslust-Land benötigt. „Wir haben im Vorfeld eine Stromverbrauchsanalyse angefertigt“, so Wolfgang Utecht. Vom Amt werden zwischen 24    000 und 30    000 Kilowattstunden (kw/h) im Jahr verbraucht. In der Woche liegt der Bedarf zwischen 50 bis 100 kw/h am Tag, Heizung, Server und Klimaanlage im Amt benötigen rund 44 Prozent des Strombedarfs. „Perspektivisch wollen wir uns zwischen 20  000 und 24  000 kw/h einpegeln“, so Wolfgang Utecht.

Bislang kam der Strom von den Stadtwerken Ludwigslust, nun übernimmt die neue Photovoltaikanlage diese Aufgabe. „Wir müssen den Strom nun nicht mehr einkaufen. Die Kosten für die Anlage in Höhe von rund 33  000 Euro werden sich – je nach Sonneneinstrahlung – in acht bis neun Jahren amortisiert haben.“ Der Amtsausschuss hatte sich mit der Frage der regenerativen Energien und Einsparung auseinandergesetzt und im Herbst des vergangenen Jahres dieses Vorhaben angeschoben. Das Projekt wurde zweimal ausgeschrieben. Beim ersten Mal wurde die Ausschreibung aufgehoben, weil die Angebote die wirtschaftlichen Zielwerte nicht erreichten. An der zweiten Ausschreibung beteiligten sich vier Firmen aus der Region, den Zuschlag bekam die Firma „Ja Solar“ von Torsten Jarchow aus Kritzow . Das Unternehmen S.I.G. aus Bentwisch bei Rostock fungierte als Projektberater und Begleiter des Vorhabens. In dieser Woche erfolgte durch Torsten Jarchow und Simone Tscherpel von der Firma S.I.G. die technische Abnahme.

Parallel zur Einrichtung einer Photovoltaikanlage sind auch Büros im Verwaltungsgebäude auf LED umgerüstet worden – wie das des Leitenden Verwaltungsbeamten. „Das setzt den Stromverbrauch herunter und erhöht den Eigenanteil des produzierten Stroms“, so Wolfgang Utecht. Damit gehe auch eine Senkung des CO2-Verbrauchs einher. Pro erzeugter Kilowattstunde über die Photovoltaikanlage kann ein Kilogramm Kohlendioxid eingespart werden.

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