Ludwigslust : Mit Reha-Sport an die Grenzen

Die Reha-Sportgruppe beim Training mit dem Medizinball.
Die Reha-Sportgruppe beim Training mit dem Medizinball.

SG 03 Ludwigslust/Grabow hilft mit speziellen Übungseinheiten, die Muskulatur wieder aufzubauen

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28. April 2015, 11:20 Uhr

Viele Menschen kennen es: Der Rücken schmerzt, egal ob im Sitzen, Liegen oder Stehen. Auch Norbert Wulf aus Karstädt litt an starken Rückenschmerzen. Anfangs halfen ihm nur Spritzen, um die Situation in den Griff zu bekommen. Doch dann bekam er von seinem Arzt Reha-Sport verordnet, um die Muskulatur aufzubauen und zu stärken. Mittlerweile trainiert Wulf seinen Körper seit einem Jahr in einer der sechs Reha-Sportgruppen des SG 03 Ludwigslust/Grabow. „Zuerst dachte ich, dass wird langweilig. Doch man wird hier richtig gefordert“, sagt er und ergänzt, dass er anfangs ganz schön kaputt von den Sporteinheiten gewesen ist.

Neben Norbert Wulf trainieren noch 14 weitere Teilnehmer in der Reha-Sportgruppe, die von Andreas Peters in Ludwigslust geleitet wird. „Man kann nur seine Grenzen verschieben, wenn man auch an seine Grenzen stößt“, sagt Peters bestimmt. Dabei erklärt er, dass die Teilnehmer bis zur Erschöpfung trainieren, damit dann auch wieder die Muskeln aufgebaut werden. Zudem wird der Gleichgewichtssinn geschult und es wird an der Fußmuskulatur gearbeitet.

Einmal in der Woche trifft sich die Reha-Sportgruppe in der Sporthalle an der Schule an der Bleiche. Wer mitmachen möchte, muss wie folgt vorgehen: Ein Arzt muss eine Verordnung ausstellen – bis zu 50 Verordnungen kann der Betroffene bekommen – dann muss er sich an die Krankenkasse wenden und eine Kostenübernahme beantragen. Anschließend kann ein Beratungsgespräch mit dem Sportverein SG 03 Ludwigslust/Grabow stattfinden, um dann die passende der sechs Reha-Sportgruppen auszuwählen.

Nach den Verordnungen kann der Teilnehmer auch Mitglied im Sportverein werden und nach Zahlung des Beitrages auch weiter am Training teilnehmen.

„Ich habe keine Rückenschmerzen mehr, seitdem ich den Reha-Sport mache“, freut sich Norbert Wulf und nimmt, wie die anderen Teilnehmer an diesem Tag, für die Übung den Medizinball in die Hand und stößt ihn so weit, wie er nur kann, von seinem Körper weg.

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