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Ludwigsluster Tageblatt

21. November 2017 | 18:47 Uhr

Ludwigslust : Mit Musik und Kunst in die Nacht

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Die Kunst- und Kulturnacht erlebte bei der zehnten Auflage einen Gastgeber-Rekord. An 21 Orten gab es Musik, Tanz, Gesang und Kunstvolles.

von
erstellt am 12.Sep.2016 | 07:00 Uhr

Warum kommen aus dem Dudelsack – anders als bei einer Flöte – durchgehend Töne? Helga Möbius will es genau wissen und geht schnurstracks auf Michael Großerohde zu. Der aus Nordrhein-Westfalen stammende Musiker hatte mit dem Pipenbock-Orchester gerade vor dem Ludwigsluster Rathaus gespielt und erklärt nun geduldig. Den Künstlern ganz nah sein – diese Gelegenheit bot sich am Sonnabendabend wieder im Ludwigsluster Stadtzentrum. Dort hatten Geschäftsleute, Institutionen, Vereine und Privatleute ihre Häuser und Höfe geöffnet, um den Besucher zur 10. Kunst- und Kulturnacht (Kukuna) Musik, Tanz, Kunst und Kunsthandwerk, Fotografie und Gesang zu präsentieren.

„An 21 Orten ist heute etwas los – so viele waren es noch nie“, sagte Evelyn Wegner vom Fachbereich Kultur, die die Kukuna koordiniert. „Bei der ersten Auflage vor zehn Jahren waren es etwa zehn.“ Bei der Kunst- und Kulturnacht am Vorabend des Tages des offenen Denkmals erhalten die Besucher auch die Gelegenheit, hinter die Fassaden und Tore sanierter Häuser zu blicken, die sonst für die Öffentlichkeit verschlossen sind.

Helga Möbius ist mit ihren Töchtern Rahel und Mirjam zum ersten Mal dabei. „Es ist schön zu sehen, wie viel Mühe sich die Leute gemacht haben“, sagt die Ludwigslusterin und steuert den nächsten Veranstaltungsort, den Hof von Familie Prey, an. Auch die Musiker des Pipenbock-Orchesters, die am Wochenende auch beim Windros-Festival in Schwerin auftraten, sind von der Stimmung angetan. „Es ist viel Andrang, die Leute bleiben stehen, wenn man spielt“, sagt Michael Großerohde. Und Thomas Behr aus Berlin ergänzt: „Es ist schön, dass die Leute so entspannt sind, das ist bei Stadtfesten meist nicht so.“

Country-Musik vor dem Vodafone-Shop, eine Multivisionsshow der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen mit Bildern und Tönen aus dem Biosphärenreservat Schaalsee, eine Versteigerung des Kunst- und Kulturvereins, und, und, und – die Vielfalt war groß. Und wieder mussten die Besucher dafür nur einmal fünf Euro bezahlen. „Die Gastgeber wollen, dass es bei diesem Preis bleibt. Ihnen gilt ohnehin ein großes Dankeschön“, sagte Evelyn Wegner und verriet, wann im nächsten Jahr die Kukuna ruft: am 9. September 2017.

Übrigens: Auf dem Dudelsack können Dauertöne erklingen, weil die Luft nicht vom Musiker in die Pfeifen geblasen, sondern aus dem Luftsack gedrückt wird.

 

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