zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

21. November 2017 | 17:06 Uhr

Ludwigslust : Mit Mozart Jubiläum gefeiert

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Die Schule an der Bleiche feierte mit einem musikalischen Programm ihr 25-jähriges Bestehen.

von
erstellt am 26.Sep.2016 | 00:00 Uhr

„Ach, dann mach’ ich das ohne.“ Äußerlich völlig ungerührt von den Versuchen der Erwachsenen, das Mikrofon an seiner Jacke doch noch in Gang zu bekommen, steht Jack vor dem Publikum. In langem roten Herrenrock hatte der Neunjährige kurz zuvor die Bühne betreten – als junger Mozart. Und dann macht er es ohne Mikrofon.

„Wisst ihr, wer ich bin?“, fragt Jack in die Runde. Komponist, Musiker, Wolfgang, Amadeus, Mozart – die Antworten kommen aus allen Ecken des Goldenen Saales des Ludwigsluster Schlosses, in dem am Sonnabendvormittag Schüler der Schule an der Bleiche und Gäste aus Politik und Verwaltung Platz genommen haben. Die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung feiert ihr 25-jähriges Bestehen und nimmt die Gratulanten mit auf eine Reise in die musikalische Welt Mozarts.

Zum Auftakt hatte Schulleiterin Katrin Peter einen kurzen Blick zurück zu den Anfängen der Schule geworfen. Vor 25 Jahren hatten der Lebenshilfe e.V., Eltern und das Schulamt beschlossen, „für unsere besonderen Kinder eine besondere Schule entstehen zu lassen“. Gerd Laudon war der erste Schulleiter, Katrin Peter als Lehrerin von Anfang an dabei. Mitten in der Stadt gelegen ist die Schule in den Folgejahren über mehrere Bauabschnitte immer weiter gewachsen. Heute lernen dort 100 Mädchen und Jungen. „Wir wollen unseren Schülern so viel Rüstzeug wie möglich geben, damit sie als Erwachsene so selbstständig wie möglich leben können“, so Katrin Peter.

Nach dem jungen Mozart kommen noch kleine Tänzerinnen und Tänzer auf die Bühne, die zur Musik des Komponisten tanzen. Und Vogelfänger Papageno aus der „Zauberflöte“, dargestellt von Armando, der in Mimik und Gestik Bühnenprofis kaum nachsteht. Und dessen Papagena, gespielt von Vanessa. Der Chor singt – und schließlich das ganze Publikum. Erst Mozarts „Das klinget so herrlich“, dann die volkstümliche Variante der Melodie „In einem kleinen Apfel“. Und am Ende stehen alle Schüler und Lehrer vorn und feiern mit Falcos „Rock me Amadeus“.

Jack ist erleichtert, dass er seinen Auftritt gemeistert hat. „Ich hab’ ganz laut gesprochen“, erklärt er und fügt einen Augenblick später hinzu: „Jetzt hab’ ich fast ein paar Tränen in den Augen.“ Seinen langen Text hatte er mit seiner Lehrerin und seiner Mama auswendig gelernt. Und dann macht er sich auf den Weg in die Turnhalle der Schule, wo das Programm vor den Eltern noch ein zweites Mal aufgeführt wird.

Zuvor hatte es von Guido Wiese als Vertreter des Landkreises, dem Träger der Schule, noch ein dickes Lob für die Schüler gegeben: „Euer Amadeus ist der Knaller“, sagte der Verwaltungsmitarbeiter.

Und auch Schulleiterin Katrin Peter ist am Sonnabend richtig stolz auf ihre Schüler – wieder einmal. „Ob im Sport oder in der Kultur – wir wollen zeigen, dass auch wir etwas können“, sagt sie nach dem Programm, das wohl jeden im Saal beeindruckt hatte. Super. Toll. Diese und ähnliche Attribute waren immer wieder zu hören.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen