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Ludwigsluster Tageblatt

24. Oktober 2017 | 04:32 Uhr

Ludwigslust : Mit Kunst und Kultur in die Nacht

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ludwigslust ruft am 9. September zur Kunst- und Kulturnacht / 16 Gastgeber bieten buntes Programm

Jedes Jahr um die selbe Zeit leuchtet die Lindenstadt in einem besonderen Licht. Im Licht von Mondlaternen. Am Sonnabend, dem 9. September, ist es wieder soweit: Die Kunst- und Kulturnacht (KuKuNa) geht in die elfte Runde. Das Datum spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn am darauffolgenden Sonntag wird der Tag des offenen Denkmals begangen, an den erinnert werden soll.

Von 19 bis 24 Uhr öffnen Unternehmen, Vereine, kirchliche und öffentliche Einrichtungen, aber auch Privatpersonen ihre Türen für Besucher. Das bunte Programm, das die 16 Gastgeber vorbereitet haben, reicht von einer Theateraufführung mit indischen Jungschauspielern, über unterschiedliche musikalische Klänge, bis hin zu historischen Führungen und Ausstellungen.

Evelyn Wegner, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung im Bereich Kultur, organisiert die Veranstaltung bereits seit neun Jahren mit. Auch Regina Prey, die ihren privaten Hof in der Schlossstraße für die KuKuNa öffnet, ist schon lange mit dabei.

„Mich hatte damals unsere Pastorin angesprochen, warum wir nicht unseren Hof für Veranstaltungen öffnen. Durch die Großeltern meines Mannes kamen wir dann auf die Idee, Prof. Dr. Peter Clemens mit seinen Gedichten als Referent einzuladen und Geschichten über das Haus und was es einmal war zu erzählen – passend zum Tag des offenen Denkmals.“ In diesem Jahr sei aber ein ganz neues Programm geplant, das gemeinsam mit dem Weltladen realisiert wird, so Regina Prey. Neben erfahrenen Gastgeber gibt es auch einen Neuling – die Braumanufaktur , die bald in die Orangerie einziehen wird.

Im Gegensatz zu den einzelnen Programmpunkten hat sich eine Sache in all den Jahren nicht geändert: Der Eintritt, der einmal gezahlt für alle Locations gilt, beträgt weiter fünf Euro. „Das ist nicht viel“, meint Evelyn Wegner. Sie selbst hätte den Preis längst erhöht, doch die Gastgeber seien dagegen. „Wir wissen auch so, dass es mehr wert ist. Es ist aber in erster Linie eine Veranstaltung von Ludwigslustern für Ludwigsluster und Gäste von außerhalb“, erklärt Regina Prey. Alle Beteiligten hätten dazu dieselbe Meinung.

Die Kunst- und Kulturnacht steht für einen lockeren Abend, der bewusst ein Kommen und Gehen mit sich bringt. „Jeder kann die Gastgeber besuchen und das Programm so genießen, wie er möchte. Alles zu sehen, schafft man zwar nicht, aber dafür kommen viele dann im nächsten Jahr wieder“, so Evelyn Wegner.

Vielleicht ist auch das einer der Gründe, warum die Veranstaltung jedes Jahr um die 1000 Besucher zählt.

Verhungern oder verdursten muss auch niemand – Kleinigkeiten werden angeboten. Ein junger Hagenower wird zum Beispiel mit seinem Würstchenfahrrad in der Lindenstraße unterwegs sein.

Neben der fachmännischen Veranstaltungstechnik von der Ludwigsluster Firma Tonkreis werden außerdem 98 LED-Kerzen den Weg zur katholischen Kirche weisen. „Die Besucher sollen magnetisch in die Kirche hineingezogen werden“, erklärt Dr. Gernot Hempelmann, Vorsitzender des Schlossfördervereins Ludwigslust.

Die Einnahmen der KuKuNa werden den privaten Gastgebern, Kirchengemeinden und Vereinen als „Aufwandsentschädigung“ übergeben. Oft wird, wie auch in den ersten Jahren, darauf verzichtet und das Geld für kleine Projekte zusammengespart. So wurden unter anderem Flüchtlingskinder mit Spielzeug unterstützt, und die Stadt Ludwigslust erhielt das beliebte Stadtmodell.

Die Eintrittsbänder für die KuKuNa können bereits im Vorverkauf bei den Gastgebern oder bei der Stadt Ludwigslust gekauft werden.

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