Ludwigslust : Mit Kontrabass nach Ludwigslust

Startklar für den Wettbewerb: Das Organisationsteam hat alles vorbereitet.
Startklar für den Wettbewerb: Das Organisationsteam hat alles vorbereitet.

Stadt ist Gastgeber für Internationalen Johann-Matthias-Sperger Wettbewerb Skulptur des Komponisten wird am Donnerstag aufgestellt

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10. Juli 2018, 05:00 Uhr

Die Welt blickt nach Ludwigslust. Zumindest die der Musiker, speziell der Streicher. Vom 22. bis 29. Juli ist die Stadt Gastgeber für den 10. Internationalen Johann-Matthias-Sperger-Wettbewerb für Kontrabass. „Wir erwarten dazu 50 hoffnungsvolle Talente aus 24 Ländern“, sagt Sylvia Wegener von der Stadtverwaltung, die im Organisationsteam mitwirkt. Und das hat in diesen Tagen noch einiges zu tun.

Der Ablauf der Vorspiele wurde geplant und eine Festivalbroschüre, die über den Wettbewerb, über Sperger und das Instrument Kontrabass informiert, erarbeitet. Und für die Teilnehmer wurden private Unterkünfte in Ludwigslust und Umgebung gesucht – und gefunden. „Es kann also fast losgehen“, sagt Sylvia Wegener.

Der Wettbewerb ist nicht nur für die Teilnehmer spannend, sondern bietet auch den Ludwigslustern Gelegenheit, hochklassige Kontrabass-Musik zu erleben. „Die Wettbewerbsvorspiele im Zebef können kostenfrei besucht werden“, sagt Sylvia Wegener. „Das sollte man sich nicht entgehen lassen.“ Obwohl sie selbst viel mit Musik zu tun hat, war sie hingerissen, als sie vor zwei Jahren den Wettbewerb miterlebte. Man muss sich nicht einmal den ganzen Vor- oder Nachmittag dafür Zeit nehmen. In den Wechselpausen, wenn ein Teilnehmer geht und der nächste kommt, können auch die Besucher kommen oder gehen. Umrahmt wird der Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft von Thomas Hengelbrock, Chefdirigent des NDR-Elbphilharmonie-Orchesters, und Bildungsministerin Birgit Hesse steht, von zwei besonderen Konzerten. „Am 22. Juli stellt sich die Jury, die mit Musikprofessoren und hochkarätigen Kontrabassisten aus Amerika, Japan, Österreich, Norwegen und Deutschland besetzt ist, mit einem eigenen Konzert im Schloss dem Publikum vor“, wirbt Sylvia Wegener. Und zum Abschluss spielt am 29. Juli der Sieger des Wettbewerbs gemeinsam mit der Mecklenburgischen Staatskapelle in der Stadtkirche.

Der Wettbewerb liefert auch den Rahmen für die Vollendung eines städtebaulichen Projekts in Ludwigslust. Die Skulptur des Komponisten Johann Matthias Sperger, der von 1789 bis 1812 Kontrabassist an der Mecklenburgischen Hofkapelle war und in Ludwigslust lebte und arbeitete, wird eingeweiht. Sie soll auf einer Grünfläche nahe der Schlossbrücke, auf der zu Herzogs Zeiten ein Pavillon stand, ihren Platz bekommen. Das Fundament ist bereits fertig, die Skulptur selbst, die Bildhauer Andreas Krämmer erschaffen hat, soll am Donnerstag aufgestellt werden. Sie soll Endpunkt der „Literarischen Steine“ sein, die in der Schlossstraße stehen, und zugleich würdiger Abschluss für das Projekt „Kunst im Raum“ in Ludwigslust, das die Berliner Architekten Constanze Altemüller und Elmar Torinus vor knapp 15 Jahren entwickelt hatten.

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