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Ludwigsluster Tageblatt

23. Oktober 2017 | 04:44 Uhr

Ludwigslust : Mit Karate zu mehr Selbstvertrauen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Der Verein Masamune e.V. mit Sitz in Holthusen bietet auch in Ludwigslust für alle Altersklassen die japanische Kampfkunst an

svz.de von
erstellt am 25.Feb.2015 | 16:43 Uhr

Die 24 Kinder stehen barfuß in der Ludwigsluster Sporthalle in der Techentiner Straße und schauen auf die große Spiegelwand. Einige der Sechs- bis Zwölfjährigen haben einen weißen Karateanzug an und tragen weiße und gelbe Gürtel um die Taille, andere stehen mit T-Shirt und Sporthose bekleidet daneben.

Aufgestellt in einer Reihe wird die rituale Begrüßung durchgeführt: Ihre Trainer Leon Lux und Lina Teichert knien sich auf den Boden, ihre Hände liegen dabei locker auf den Oberschenkeln. Anschließend machen es ihnen die Kinder nach. Dann werden die Augen geschlossen. „Der Alltag soll dadurch vergessen werden“, erklärt Michael Schwabenthal, der mittlerweile auch 13 Jahre als Trainer im Verein Masamune e.V. tätig ist und schon seit 1997 den Sport ausübt. Es ist eine Art Meditation, um den Körper zur Ruhe kommen zu lassen. Anschließend wird sich stehend verbeugt, und nach der Erwärmung beginnt der Unterricht.

Im Sportverein wird den Kindern das traditionelle Shotokan Karate beigebracht. Dabei erlernen sie erst einmal die Grundtechnik („Khion“) zusammen mit den japanischen Begriffen.

Die Trainer stehen den Kindern gegenüber und leiten die Gruppe an. Dabei wiederholen die Kinder die japanischen Begriffe und führen gleichzeitig die schon erlernten Übungen aus. Ihre Bewegungen können sie im Spiegel beobachten. „Wir legen sehr viel Wert auf Disziplin“, so Michael Schwabenthal. Zudem können die Kinder durch die Sportart ihr Selbstwertgefühl stärken und ihren Körper besser beherrschen.

Zweimal in der Woche (mittwochs von 16 bis 17 Uhr und freitags von 15 bis 16 Uhr) wird bei den Anfängern trainiert. So könne ungefähr nach vier bis fünf Monaten der erste Gürtel – der weiße – erreicht werden, sagt Schwabenthal.

Nach der Grundtechnik werden den Teilnehmern Partnerübungen („Kumite“) beigebracht. Und als letzten Schritt lernen sie, die aneinandergereihten Techniken („Kata“) auszuführen.

„Bei der Kampfkunst wird ein gewisser Abstand eingehalten. Es kommt dabei nicht zum Körperkontakt“, erklärt Michael Schwabenthal. Im Anschluss macht er sich auf zur nächsten Gruppe, zu den Fortgeschrittenen.


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