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Ludwigsluster Tageblatt

23. September 2017 | 13:09 Uhr

Ludwigslust : Mit Hausarbeit erstes Geld verdient

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Erzieherin Katharina Seidler fühlt sich im Montessori-Kinderhaus wohl und freut sich, endlich den Verlobungsring bekommen zu haben

von
erstellt am 10.Mai.2014 | 07:00 Uhr

In Ludwigslust wurde Katharina Seidler geboren, in Ludwigslust ist sie aufgewachsen und in Ludwigslust fühlt sie sich wohl. Vor allem im Montessori-Kinderhaus St. Helena, wo die 31-Jährige als Gruppenleiterin der Sternengruppe arbeitet. „Jeder Tag ist anders. Man weiß nie, was auf einen zukommt. Aber jeder Tag ist schön, weil man von den Kindern so viel zurückbekommt“, erzählt Katharina Seidler. Dabei hatte sie nach der Schule zunächst Bürokauffrau gelernt. Doch nach der Geburt und den ersten Wochen mit Sohn Henry wurde ihr klar, dass der Job im Büro nichts für sie ist. „Ich wollte lieber mit Menschen arbeiten als nur mit Papier“, sagt sie. So absolvierte sie an der Evangelischen Schule für Sozialpädagogik in Schwerin eine zweite Ausbildung. Kathrin Neumann stellte Katharina Seidler die Sonnabend-Fragen.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Ich bin ganz gern zu Hause, mit einem Buch auf der Couch. Aber wenn wir draußen unterwegs sind, dann zieht es mich besonders in den Ludwigsluster Schlosspark und vor allem auf die Wiese hinter dem Schweizerhaus.
Was würden Sie als Bürgermeisterin Ihres Wohnortes sofort verändern?

Ganz einfach. Ich würde mich dafür stark machen, dass sich in der Stadt die Verkehrsbedingungen für Radfahrer verbessern. Ich fahre selbst immer mit dem Fahrrad. Besonders in der Schlossstraße ist es durch die Terrassen und die zugeparkten Seitenstreifen furchtbar und gefährlich. Und vor unserer Kindertagesstätte würde ich die Straße befestigen. Bei Regen verwandelt sie sich in die Mecklenburgische Seenlandschaft.
Wo kann man Sie in Ihrem Wohnort am ehesten treffen?

Natürlich hier im Montessori-Kinderhaus St. Helena.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich glaube damals bei meiner Mama durch Hausarbeit. Wenn ich Geld brauchte, habe ich gefragt, ob ich helfen kann.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Kann nur Quatsch gewesen sein, denn ich erinnere mich nicht mehr daran.
Was stört Sie an anderen?
Arroganz. Kein Mensch hat auf einen anderen herabzuschauen, zumal es dafür gar keinen Grund gibt.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Ich muss jeden Tag lachen. Gerade war es, als meine Freundin Martina in der Mittagspause ein Gespräch mit den Worten „Ach ja, Spargel...“ anfing. Wie spießig sind wir geworden, dass wir über Spargel sprechen? Das hätte ich vor zehn Jahren nicht gedacht.
Was Unvernünftiges haben Sie zuletzt getan?
Obwohl ich weiß, dass ich eine Sonnenallergie habe, habe ich mich mit Ihnen in die Sonne gesetzt, ohne mich vorher einzucremen. Das werde ich nachher zu spüren bekommen.
Wer ist Ihr persönlicher Held?

Das sind zum einen meine Eltern, die als Christen in der DDR unbeirrt ihren Weg gegangen sind und stark genug waren, nicht mit dem Strom zu schwimmen. Und ein kleiner Held war für mich in diesen Tagen unser Krippenkind Friederike, die mit ihren zwei Jahren allein bis ganz nach oben ins Baumhaus geklettert ist. Das ist für so ein kleines Kind nicht einfach.
Welches Buch lesen Sie gerade?

Den achten Band von George Martins „Lied von Eis und Wasser“. Zum wiederholten Mal, weil die angekündigten neuen Bände immer noch nicht da sein.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ich schaue kein Fernsehen. Ich lese lieber und hole mir Informationen aus dem Internet und der Tageszeitung.
Wo trifft man Sie eher: Bei einem Fußballspiel oder bei einem Wettkampf in der Rhythmischen Sportgymnastik?
Sport ist nicht so mein Ding. Ich bewege mich auch so genug, bei der Arbeit und beim Fahrradfahren.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Den Autor und Illustrator Walter Moers. Er schreibt so humorvoll, und seine Bilder sind so detailliert – der ist bestimmt ein interessanter Gesprächspartner.
Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich esse alles gern, sofern es lecker zubereitet und gut gewürzt ist. Bratnudeln mit Sojasoße mag ich besonders. Deshalb würde ich mir einen Asia-Imbiss in der Stadt wünschen.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Es ist eine ganze Schallplatte – „Der Traumzauberbaum“ von Reinhard Lakomy. Die Lieder singe ich heute noch gern.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
An den Verlobungsring, den ich Heiligabend 2013 von meinem Lebensgefährten Daniel Schönfelder bekommen habe. Der ist etwas Besonderes, auch weil ich so lange darauf gewartet habe.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Das Haus mit Garten hat sich Daniel ja vor Kurzem im Interview mit Ihnen schon gewünscht. Dann würde ich gern mal eine Reise nach Island und Schottland machen, um mir Schlösser und Burgen anzusehen.
Was werden Sie als Rentnerin machen?
In Daniels Garten sitzen und lustige Kinderbücher schreiben.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Dieter Schäfer. Er war mein Sportlehrer. Neulich habe ich festgestellt, dass er noch immer Kinder und Jugendliche im Boxen trainiert. Ein toller Mann.

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