zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

17. Dezember 2017 | 03:39 Uhr

Ludwigslust : Mit Geduld zu kleinem Kunstwerk

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

20 Ferienkinder waren gestern beim Bildhauer Michael Bobzin zu Gast / Dort bearbeiteten sie Schiefer und verzierten es nach Belieben

svz.de von
erstellt am 12.Feb.2015 | 20:00 Uhr

„Als Bildhauer braucht man viel Geduld“, erklärt Michael Bobzin gestern den knapp 20 Ferienkindern in seinem Atelier am Kirchplatz 1 in Ludwigslust. Sie alle nehmen am museumspädagogischen Winterferienprogramm des Schlosses Ludwigslust teil.

Nach dem die Kinder bei einer Führung durch das Schloss einige Informationen zum Leben und Wirken des höfischen Bildhauers Rudolph Kaplunger bekommen haben, dürfen sie sich selbst künstlerisch betätigen. In der Werkstatt des Bildhauers Michael Bobzin legen sie dann Hand an: Mit Hammer und Meißel darf jedes Kind unter Anleitung von Bobzin kleine Stücke aus dem Schiefer brechen. Dabei ist neben Kraft auch die Zielsicherheit der Ferienkinder gefragt, um den Meißel und nicht die festhaltende Hand zu treffen. „Wenn ihr Glück habt, dann sind im Gestein auch kleine Tiere, also Fossilien, drin“, erklärt Bobzin den Kindern. Nebenbei erzählt er zudem wie ein Bildhauer lebt und arbeitet. „Ich möchte dabei nicht nur geschichtliche Fakten wiedergeben, sondern den Kindern auch die Natur näherbringen und auf die Schönheiten aufmerksam machen“, sagt er.

Nach dem ein kleines Stück aus dem Schiefer herausgebrochen wurde, durfte es von den Ferienkindern verziert werden: Sie kratzten dafür kleine Gemälde in den Schiefer. „Achtet darauf, eine Löwenfaust zu machen, damit ihr nicht abrutscht“, sagt Bobzin. Kleine Kunstwerke entstehen derweil: Ein Herz, eine Blume und ein Kleeblatt sind beliebte Motive auf den einzelnen Schieferstücken. „Wichtig ist, ruhig zu arbeiten“, sagt Bobzin und weist mehrmals daraufhin, dass dann die besten Werke entstehen können. So wie sein Modell des Jesus, das Bobzin mit einer seiner Schülerinnen erstellt habe.

Zum Abschluss werden die Ecken des Gesteins noch mit Schleifpapier abgerundet. Dann dürfen die Kinder ihre kleinen Kunstwerke mit nach Hause nehmen. „Wir wollten auch mal was anderes in den Ferien machen, deshalb bin ich mit meinen zwei Töchtern hergekommen“, sagt die Teilnehmerin Alena Schubert. Die ältere ihrer beiden Kinder, Hannah (10), verzierte ihr Schieferstück mit einem Kleeblatt: „Es hat mir viel Spaß gemacht, das mal auszuprobieren“, sagt sie.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen